Neue iPhones: Foxconn wieder Hauptlieferant
Die Produktion von "iPhone X 2", "iPhone X Plus" und einem neuen LCD-iPhone sollen mittlerweile angelaufen sein. Apple wählte seinen Stammfertiger.
Produktion bei Foxconn in China.
(Bild: dpa, Ym Yik)
Das taiwanisch-chinesische Unternehmen Foxconn wird wieder den Hauptteil der neuen iPhone-Modelle für Apple produzieren. Das berichten asiatische Medien unter Berufung auf informierte Kreise. Demnach kommen sowohl das "iPhone X 2" als direkter Nachfolger des iPhone X mit 5,8 Zoll großem OLED-Display, das "iPhone X Plus" als größere, 6,5-Zoll-Variante des iPhone X sowie ein neues LCD-iPhone mit 6,1 Zoll großem Bildschirm von dem Auftragsfertiger, der die Endmontage in riesigen Fabriken China durchführt. Ein kleinerer Teil der Geräte soll auch aus der Herstellung des Foxconn-Konkurrenten Pegatron stammen; Spekulationen, laut denen auch Wistron an der diesjährigen iPhone-Produktion beteiligt sein wird, bestätigen sich angeblich nicht.
Komponentenlieferanten zertifiziert
Die neuen iPhones des Jahrgangs 2018, die unter unterschiedlichen Namen in der Gerüchteküche laufen, sollen sich mittlerweile in der Massenproduktion befinden. Apple hat laut einer Meldung der in Taiwan erscheinenden Wirtschaftszeitung Economic Daily News alle wichtigen Komponentenproduzenten offiziell zertifiziert und die Bauteile erreichen nun die Fertiger. Üblicherweise beginnt die Endmontage einen Monat vor dem Verkaufsstart der neuen Geräte, dieser könnte Mitte September starten. 2017 hatte Apple beim iPhone X, seinem ersten OLED-Smartphone, sich allerdings länger Zeit gelassen und die Geräte erst im November ausgeliefert.
Foxconn mit geringeren Profiten
Die Zahlen von Foxconn, das auch unter dem Namen Hon Hai Precision Industry Co., Ltd., bekannt ist, fielen unterdessen schlechter aus als von Analysten erwartet. Die Gewinne im Juni-Quartal schrumpften von 580 Millionen US-Dollar im Vorjahr auf nun rund 567 Millionen. Börsenanalysten hatten Profite von über 700 Millionen Dollar erhofft. Grund für die schlechtere Einnahmesituation soll aber nicht Foxconns wichtigster Kunde Apple sein, sondern die Herstellung für andere Unternehmen, hieß es aus Finanzkreisen. Apples Bestellungen sind demnach angeblich stabil geblieben und halfen dabei, dass die Foxconn-Gewinne nicht noch schlechter ausfielen. (bsc)