Telekom-Mitbewerber klagen über Telekom-Lieferfristen

Die Regulierungsbehörde hat Mitte Februar wegen Carrier-Festverbindungen ein Missbrauchsverfahren gegen die Deutsche Telekom eingeleitet.

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Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) hat Mitte Februar ein Missbrauchsverfahren gegen die Deutsche Telekom eingeleitet. Gegenstand des Verfahrens sind möglicherweise diskriminierende Vertragsbedingungen der Telekom für Mietleitungen, so genannte Carrier-Festverbindungen (CFV). Zusätzlich untersucht die Behörde die Lieferfristen der Telekom.

"Wir mussten und müssen teilweise Verzögerungen von mehr als einem Jahr hinnehmen", erklärt Alex Stadler, Chef von Riodata. Auch Beschwerden der Internet-Provider QSC und KKF.net haben nach Angaben des RegTP-Sprechers Rudolf Boll zur Einleitung des Verfahrens geführt.

riodata ist nach eigenen Angaben für den Aufbau eines eigenen Datennetzes auf die Mietleitungen der Telekom angewiesen. In mindestens 80 Prozent aller Fälle soll die Telekom die vertragliche Verpflichtung nicht eingehalten haben, vier Monate nach Bestellung die Leitung zur Verfügung zu stellen. Endkunden sind nach Angaben des Unternehmens nicht direkt von den Lieferverzögerungen betroffen – allein auf einen schnellen Internet-Zugang per xDSL-Technik müssten sie dadurch verzichten. (ll)