Besserer Schutz vor Elektrosmog gefordert

Verbraucherinitiative und nova-Institut fordern eine Ergänzung der Elektrosmogverordnung um strengere Vorsorgewerte und eine Handy-Kennzeichnung.

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Von
  • Angela Meyer

Der Gelehrtenstreit, ob Handystrahlung die Gesundheit gefährdet, ist noch nicht entschieden. Um es dem vorsichtigen Käufer einfacher zu machen, das Risiko möglichst gering zu halten, haben jetzt die Verbraucherinitiative und das nova-Institut ein Handylabel und die Ergänzung von Vorsorgewerten in der Elektrosmog-Verordnung vorgeschlagen.

Das Label soll den SAR-Wert des Handys angeben – die spezifische Absorptionsrate gibt an, welche Strahlungsleistung, bezogen auf die Körpermasse, beim Telefonieren durchschnittlich aufgenommen wird – und diesen Wert als "gering", "mittel" oder "stark" einstufen. "Die strahlungsärmsten Handys weisen im Vergleich zu anderen Modellen sechs- bis zehnfach geringere Werte auf", meint Georg Abel, Bundesgeschäftsführer der Verbraucherinitiative. Eine ähnliche Initiative hatte vor kurzem auch TCO-Development, eine Tochtergesellschaft der Zentralorganisation der schwedischen Büroangestellten und Beamten, angekündigt.

Das nova-Institut hat darüberhinaus so genannte Vorsorgewerte entwickelt, um die ihrer Ansicht nach die Elektrosmogverordnung ergänzt werden sollte. "Technisch ist die Umsetzung der Vorsorgewerte kein Problem", meint Michael Karus, der Geschäftsführer des nova-Instituts. "In der Schweiz und in Italien gelten vergleichbare Werte für Mobilfunkanlagen bereits seit letztem Jahr." Es gebe bereits heute Handys, die die Vorsorgewerte nicht überschreiten. (anm)