Jony Ive: Ein bisschen Absurdität muss sein
Der Apple-Design-Chef ist Inhaber des Stephen Hawking Fellowship, durfte in dieser Position in Cambridge sprechen – und erinnerte an Steve Jobs.
(Bild: Apple)
Was braucht man, um das iPhone zu erfinden? Laut Angaben von Jonathan "Jony" Ive auch einen leichten Hang zur Absurdität. Dies sagte Apples Chief Design Officer (CDO) nun bei einem Auftritt vor dem berühmten Debattierclub der University of Cambridge, der Cambridge Union.
1992 zu Apple gekommen – dank Mac
Ive war in Großbritannien zuvor eine große Ehre zuteil geworden: Er ist erster externer Inhaber des Stephen Hawking Fellowship, das in Erinnerung an das im März verstorbene Physikgenie aufgelegt wurde. Zu dieser Funktion gehört auch, dass Ive vor der Cambridge Union zu sprechen hatte. Dieser Einladung kam Ive nun nach, wie die britische Zeitung Independent berichtet.
Er erzählte dabei unter anderem, wie es ihn 1992 zu Apple verschlagen hatte – noch vor der Rückkehr von Steve Jobs. Er habe 1988 mit seinem ersten Mac zwei Dinge gelernt: "Ich konnte ihn tatsächlich benutzen und liebte ihn als mächtiges Werkzeug." Zudem habe er erstmals realisiert, dass ein Stück Design dessen Erfinder repräsentiert. "Es ist ein Testament ihrer Werte und Sorgen."
Erinnerungen an Steve Jobs
In der täglichen Arbeit schwankt Ive nach eigenen Angaben zwischen totaler Fokussierung und Kreativität. Es gehe, darum harte Probleme zu lösen, doch das bedinge immer auch neue Ideen. Das Schwanken zwischen diesen beiden Seiten über mehrere Jahre sei "fantastisch anstrengend". Man müsse nahezu unüberbrückbare Probleme lösen, gleichzeitig aber immer wieder offen und neugierig sein.
Ive erinnerte auch an seinen 2011 verstorbenen Chef Steve Jobs, der sein "enger Freund und Kollege" gewesen sei. Der habe stets geglaubt, dass man die Wertschätzung für den Rest der Menschheit durch das Schaffen "von etwas Wunderbarem" und dessen Bereitstellung für die Welt ausdrücken könne. "Man trifft diese Leute nie und schüttelt ihnen nie die Hand." (bsc)