WeMedia stellt Spezialbrowser für Sehbehinderte bereit

Der "WeMedia Browser" soll Sehbehinderten den Zugang zum Internet erleichtern.

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Das in New York ansässige Medienunternehmen WeMedia stellte heute seinen neuen WeMedia Talking Browser vor. Der Browser wandelt grafisch orientierte Webseiten in Textseiten um, die dann von einer Text-to-Speech-Engine (TTS) vorgelesen werden können. Menschen, die nur noch stark eingeschränktes Sehvermögen besitzen, bietet der Browser zudem die Möglichkeit, Inhalte vergrößert darzustellen. Grundsätzlich kann das Produkt eine komplette Webseite (auch mit Frames) als geschlossenes Textdokument darstellen. Von einer Seite ausgehende Links werden in einer separaten Textzeile untergebracht und können über die Tastatur ausgewählt werden.

"Wir glauben fest daran, dass niemand von modernen Kommunikationsformen ausgeschlossen sein sollte. Mit dem neuen Browser bietet WeMedia einen zusätzlichen Zugang zum Info-Highway," meinte Cary Fields, CEO der WeMedia. "Wir hoffen auf umfangreiche Reaktionen der Nutzer, damit wir zukünftige Versionen des Browsers noch verbessern können."

Der WeMedia Talking Browser steht in englischsprachiger Version 1.1 für alle Microsoft-Betriebssysteme zum kostenlosen Download bereit. Zum Betrieb ist der Internet Explorer Version 4 oder höher erforderlich. Bisher steht nicht fest, ob es eine deutsche Version des Produktes geben soll. Gekoppelt mit einem deutschsprachigen TTS-System (zum Beispiel GDatas Webspeech) kann das Produkt auch zum Vorlesen deutschsprachiger Websites genutzt werden. (sha)