Zeitung: WorldCom steht zum Verkauf
Der US-Telekommunikationriese WorldCom steht laut Wall Street Journal zum Verkauf.
Der US-Telekommunikationriese WorldCom steht laut Wall Street Journal zum Verkauf. WorldCom-Chef Bernard Ebbers sei bereit, die Firma "zum richtigen Preis, etwa 35 Dollar pro Aktie" abzugeben, berichtet die Zeitung in ihrer aktuellen Ausgabe unter Berufung auf Ebbers' Vertraute.
Als Käufer kämen die regionalen Bell-Telefongesellschaften in Frage, die AT&T Anfang der 80er Jahre auf Anordnung des Kartellamtes ausgliedern musste: Bell South Corp, SBC Communications, Verizon Communications und Quest Communications International. Die WorldCom-Aktie legte am Mittwoch zum Handelsauftakt in New York gut vier Prozent auf 17,40 US-Dollar zu. Der Höchstkurs lag im Juli bei knapp 50 US-Dollar.
Die WorldCom Inc. (Clinton/Mississippi) leidet wie auch Marktführer AT&T unter fallenden Ferngesprächsraten, einem langsamen Umsatzwachstum und aggressivem Wettbewerb. WorldCom war im Juli letzten Jahres mit seinem Vorhaben, den Telefonkonzern Sprint zu übernehmen, an dem Einspruch der EU-Wettbewerbshüter gescheitert. WorldCom legte zwar Berufung gegen das Fusionsverbot ein, große Chancen werden diesem Einspruch allerdings nicht gegeben. Ende Januar kündigte der Konzern an, im Rahmen von Rationalsierungsmaßnahmen mehr als 10.000 Mitarbeiter zu entlassen. (wst)