Telekom und AOL wollen zusammenarbeiten - oder auch nicht

Als Folge der von der Telekom erwirkten einstweiligen Verfügung gegen AOL heizt sich der heißblütig geführte Streit zwischen den beiden Unternehmen weiter auf.

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Als Folge der von der Telekom erwirkten einstweiligen Verfügung gegen AOL heizt sich der ohnehin bereits heißblütig geführte Streit zwischen den beiden Unternehmen weiter auf. So kommentierte AOL-Sprecher Jens Nordlohne die bislang bei AOL noch gar nicht vorliegende Verfügung gegenüber heise online: "Wir bedauern, dass die Telekom erneut die für Deutschland so wichtige Diskussion um einen bezahlbaren pauschalen Internetzugang auf die juristische Ebene verlagert. Stattdessen sollte sie daran mitarbeiten, dass die deutschen Verbraucher endlich das Internet so nutzen können wie die europäischen Nachbarn es heute schon können." Nordlohne weiter: "Wir führen lieber einen gesellschaftliche als eine juristische Diskussion und möchten nach wie vor gemeinsam mit der deutschen Telekom zu einer konstruktiven Lösung kommen, die es allen Bevölkerungsschichten in Deutschland erlaubt, einen bezahlbaren Pauschaltarif für das Internet zu nutzen."

Telekom-Sprecher Frank Domagala widersprach der Aufforderung von AOL, dass die Telekom mehr für das deutsche Internet tun solle: "Der einzige Anbieter, der in Deutschland noch was nachzuholen hat, wenn es um die Markt-Erschließung des Internet geht, ist AOL. Immerhin hat T-Online bereits sieben Millionen Kunden".

Der Forderung nach einer konstruktiven Zusammenarbeit hingegen stimmte Domagala überraschenderweise zu: "Da wir ein gemeinsames Ziel verfolgen, wenn auch mit unterschiedlichen Ausgangspositionen, hoffen wir nun, dass AOL die Beschränkung bei auf 1000 Kunden pro Woche aufhebt, um dem gemeinsamen Ziel zu dienen." Diese wohl nicht ganz ernst gemeinte Aussage wollte AOL nicht weiter kommentieren. (axv)