Europäische Telcoms reagieren auf Schuldenberge

Krisengeschüttelte europäische Telekommunikationskonzerne planen Umstrukturierungen.

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Von
  • Christian Kruggel

Verursacht durch ihr massives Größenwachstum haben sich diverse europäische Telekommunikationskonzerne finanziell verhoben. Bei Zukäufen wuchsen zwar die Schulden, aber nicht auf jedem neu erschlossenen Markt gab es Gewinne einzustreichen. British Telecom (BT) meldet zwar Gewinne für das erste Quartal, bleibt aber auf Schulden in Höhe von 28,5 Milliarden Euro sitzen. Kaum besser geht es dem niederländischen Unternehmen KPN. Hier lastet ein Schuldenberg von 23 Milliarden Euro. Die France Telecom, die bisher nur Umsatzerwartungen veröffentlicht hat, ist nach Angaben des Wall Street Journal mit fast 61 Milliarden Euro in der Kreide.

Die Unternehmen starten nun Restrukturierungen und verkaufen vieles von dem, was sie zuvor teuer erworben haben. So tritt KPN seinen Anteil am ungarischen Telekomunternehmen Pannon GSM an die Telenor aus Norwegen ab. Auf der anderen Seite führt KPN Gespräche mit dem belgischen Telefongesellschaft Belgacom über eine Fusion. Ob die krisengeschüttelten Telcos allerdings wirklich dazu übergehen, sich auf bestimmte Geschäftsbereiche zu konzentrieren, ist fraglich. Der Finanzdirektor von BT, Philip Hampton, sagte gegenüber dem Wall Street Journal, die Expansion in Dienstleistungen rund um das Geschäft mit Daten müsse vorangetrieben werden, weil vom Geschäft mit Mobiltelefonen kein Wachstum mehr ausgehen werde. (chk)