Agilent reduziert Prognosen und kürzt Gehälter
Um Kosten zu sparen kürzt Agilent einfach seiner Belegschaft 10 Prozent vom Gehalt.
Der Hersteller von Messgeräten für Netzwerke und Halbleiter Agilent erwartet für das laufende Geschäftsquartal Umsätze von weniger als 2,9 Milliarden US-Dollar. Anders als andere Firmen entlässt Agilent jedoch keine Mitarbeiter, sondern kürzt den rund 48.000 Beschäftigten das Gehalt um 10 Prozent. Dies betrifft rückwirkend zum 1. April die 200 Manager und ab 1. Mai den Rest der Belegschaft. Die Gehaltskürzungen sollen vorerst bis zum 31. Juli gehen – wenn die Geschäfte bis dahin nicht besser laufen, auch länger. Die Firma, mit der Hewlett-Packerd 1999 das gesamte Geschäft mit Messgeräten, medizintechnischem Equipment, Halbleitern und optischen Produkten verselbstständigte, will so 70 Millionen US-Dollar an Lohnkosten pro Quartal sparen.
Grund für die schlechten Umsätze sei ein dramatischer Einbruch bei den Kundenaufträgen. Dies sei jedoch nur eine Folge des Konjunkturzyklus, weswegen Agilent keine Mitarbeiter entlassen will. Zusätzlich sollen keine externen Aufträge vergeben und Zeitarbeiter nicht mehr eingestellt werden. Ebenso müssen die Mitarbeiter nun sparsam mit dem Büromaterial umgehen und Geschäftsreisen auf das Nötigste beschränken. (hag)