Großauftrag aus China lässt Ericsson-Aktie steigen
Der schwedische Telekomausrüster Ericsson hat einen Großauftrag über 400 Millionen US-Dollar aus China erhalten.
Der schwedische Telecom-Ausrüster Ericsson hat einen Großauftrag aus China erhalten, in dem die Lieferung von Mobilfunk-Komponenten sowie Internet-Equipment und -Dienstleistungen für 400 Millionen US-Dollar vereinbart wurde. Neben Hardware für feste Daten- und Telefonnetze soll Ericsson auch Infrastruktur für Mobilfunknetze liefern. Beteiligt sind mehrere chinesische Firmen, darunter die China Telecom.
"Dieser Vertrag stärkt erneut die Stellung von Ericsson als Marktführer in China", hieß es in einer Stellungnahme des Unternehmens. Zurückhaltende Prognosen für den westeuropäischen Markt unterstreichen die Bedeutung dieses Deals. Nach Gewinnwarnungen und der Ankündigung von Entlassungen bei Ericsson kam es nach Bekanntgabe des Großauftrags aus China nun an der New Yorker Börse zu einem kräftigen Anstieg der Ericsson-Aktie um über 11 Prozent.
Im vergangenen Jahr war Ericsson der größte Hersteller von Mobilfunk-Ausrüstungen gewesen. Das Nomura Research Institute (NRI) berichtete, Ericsson habe einen Marktanteil von 34 Prozent bei Mobilfunk-Infrastruktur im Jahr 2000 erreicht. Im Vergleich dazu lag Nokia der Studie zufolge bei 19 Prozent, gefolgt von Motorola und Nortel Networks mit je 15 Prozent. (dwi)