Apple-Videodienst soll im April starten

Informierten Kreisen zufolge will der Konzern demnächst Originalinhalte ausspielen. Wichtige Verträge fehlen angeblich noch.

In Pocket speichern vorlesen Druckansicht 22 Kommentare lesen
Apple-Videodienst soll im April starten

(Bild: Apple)

Lesezeit: 2 Min.
Inhaltsverzeichnis

In Cupertino tut sich was in Sachen Content. Neben einem Aboservice für Magazine und Zeitungen plant Apple in diesem Frühjahr offenbar auch den Start seines lange erwarteten Videostreamingdienstes. Laut einem Bericht des Börsensenders CNBC könnte "Apple Video" – ein konkreter Name ist noch nicht durchgesickert – im April oder spätestens Mai an den Start gehen. Dabei werden Apples hauseigene Inhalte zu sehen sein – der Konzern produziert aktuell fleißig eigene Serien und Filme.

Weiterhin ist geplant, dass Nutzer nahtlos auch Zusatzangebote von Drittanbietern abonnieren können – etwa in den USA von den Kabelsendern Showtime und Starz sowie Inhalte vom TV-Konzern Viacom. Die Videos würden dann in Apples TV-App sichtbar – ein wenig so, wie Amazon bei Prime eigene "Channels" gegen Zusatzgebühr offeriert. Allerdings hat Apple laut Angaben von CNBC bei weitem nicht alle großen Inhaltepartner unter Vertrag, so seien beispielsweise weder HBO noch Hulu noch Netflix mit an Bord.

Apple scheint von den Videopartnern einen Provisionsanteil von 30 Prozent zu erwarten – mehr als die 15 Prozent, die bislang für diese Inhaltekategorie aufgerufen würden, hieß es weiter. Bei einem für den 25. März angedachten Event im Steve Jobs Theater in Cupertino soll angeblich viel Hollywood-Prominenz auflaufen. Schauspielerinnen wie Jennifer Aniston, Jennifer Gartner oder Reese Witherspoon würden erwartet, ebenso Regisseure wie JJ Abrams. Alle vier sollen Verträge für Apple-Serien haben.

Unterdessen gibt es auch neue Nachrichten zu besagtem Apple-Aboservice für Magazine und Zeitungen. Von diesem war in dieser Woche bekanntgeworden, dass Apple angeblich die Hälfte der Aboeinnahmen sehen will – und Verlage sich gegen eine derart hohe Provision wehrten. Nun heißt es in einem Bericht des IT-Blogs Recode, manche in der Branche seien der Idee deutlich aufgeschlossener gegenüber als berichtet. Apple werde den Magazinen viele Millionen Kunden verschaffen und es sei daher besser, einen kleineren Prozentsatz einer größeren Summe zu erhalten als einen größeren Prozentsatz einer kleineren, wird ein Verleger zitiert. (bsc)