5G: Drohnensteuerung und 4K-Livestream in 360° zur Pipeline-Kontrolle

Turkcell, Huawei und Lapis Havacilik Teknolojileri haben erfolgreich eine vollständig über den Mobilfunkstandard 5G gesteuerte Drohne getestet.

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Turkcell-Drohne 5G

(Bild: Turkcell)

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Drohnenhersteller Lapis Havacilik Teknojileri, Huawei und der türkische Mobilfunk-Provider Turkcell haben erfolgreich eine Drohne getestet, die sich vollständig über den kommenden Mobilfunkstandard 5G fernsteuern lässt und 360°-Videos in 4K-Auflösung live auf die Virtual-Reality-Brille des Piloten sendet. Dank hoher Reichweite von 5G (C-Band: 3,5 GHz) und geringer Übertragungslatenz soll die Entfernung zwischen Pilot und Drohne kein Problem für die Steuerung darstellen.

Laut Gediz Sezgin, Turkcell-Vizepräsident für Netzwerktechnologien, ist Turkcell damit der weltweit erste Mobilfunkbetreiber, der diese Funktion gemäß der Spezifikationen des 3GPP-Standards der fünften Generation implementieren konnte.

Die Drohne soll beispielsweise zur Kontrolle von Öl- und Gaspipelines sowie Ackerflächen zum Einsatz kommen. Lapis sieht darüber hinaus Potenzial bei der Kontrolle des Luftverkehrs. Aber auch Endverbraucher könnten von den Drohnenübertragungen profitieren. So könnte man Zuschauer beispielsweise bei Live-Events mit VR-Brillen mitten ins Geschehen bringen.

Während in Deutschland der 5G-Netzausbau mit einer Beteiligung von Huawei kritisch gesehen wird, scheint es für die Chinesen am Bosporus keinen Gegenwind beim 5G-Ausbau zu geben. Der für die Türkei zuständige Huawei-Manager Walter Wang betonte, das Unternehmen sei auch in Zukunft bereit, die technologischen Anstrengungen der Türkei zu unterstützen. (vza)