Wenn das iPhone sĂĽchtig macht
Apple will die übertriebene Nutzung seiner Geräte reduzieren. Doch meint der Konzern es ernst?
(Bild: Syda Productions, shutterstock.com)
- Christoph Dernbach
James kann sich ein Leben ohne sein iPhone kaum vorstellen. Der 20-Jährige nutzt sein Smartphone vor allem dazu, sich in Facebook, Twitter und Snapchat einzuwählen. "Wenn du auf die sozialen Medien gehst, postest du einen Status oder ein Bild und plötzlich kriegst du all die Likes, du kriegst Bestätigung von Leuten und das kann dich süchtig machen, weil du ständig ein anerkennendes Schulterklopfen kriegst", sagt er. Aber er muss auch zugeben: "Ich merke, dass das doch ziemlich hohl ist."
Der Student aus dem US-Bundesstaat Georgia hat an einer umfassenden Studie der bekannten Psychologin Dr. Jean M. Twenge teilgenommen. Das Projekt stützt sich zum einen auf die Daten aus einer repräsentativen Langzeitstudie mit insgesamt über 11 Millionen jungen Menschen in den USA. Außerdem hat Dr. Twenge persönliche Interviews geführt, um das Thema zu vertiefen, darunter auch mit James.
Ihre Studie "iGen" wurde insbesondere in der Apple-Zentrale in Cupertino aufmerksam registriert – auch weil kritische Apple-Aktionäre genau auf diesem Punkt herumreiten. Die Investorengesellschaft Jana Partners LLC meldete sich Anfang 2018 zusammen mit dem Pensionsfonds für Lehrer in Kalifornien (CALSTR) in einem offenen Brief zu Wort. Beide Investoren kontrollieren zusammen etwa 2 Milliarden Dollar an Apple-Aktien. In dem Schreiben drängten sie darauf, Apple müsse neue Software-Werkzeuge entwickeln, die Eltern helfen sollen, die Nutzung eines iPhones durch Kinder leichter zu kontrollieren und zu begrenzen.
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