Praktisches macOS-Mail-Tool sucht neuen Entwickler
Der Developer der beliebten Produktivitätserweiterung Herald für Apple Mail geht nach Cupertino. Er sucht nach einem würdigen Nachfolger.
EinstellungsmenĂĽ von Herald.
(Bild: Entwickler)
Für Erik Hinterbichler hat sich ein Traum vieler macOS- und iOS-Entwickler erfüllt: Er arbeitet nun im "Mothership" von Apple in Cupertino und kümmert sich unter anderem um iCloud. Für Nutzer seiner populären Apple-Mail-Erweiterung Herald sind das allerdings schlechte Nachrichten: Er ist künftig nicht mehr in der Lage, das Tool weiterhin zu betreuen, schon eine neue Version für macOS 10.14 alias Mojave ist nicht erschienen. Aus diesem Grund macht sich der US-amerikanische Developer nun auf die Suche nach einem würdigen Nachfolger: Auf Twitter und der offiziellen Website von Herald sucht er nach interessierten macOS-Entwicklern, die Herald künftig hegen und pflegen.
FĂĽr Menschen mit vielen Mails
Die Funktionsweise der App, die insbesondere Kommunikationsprofis schnell lieben lernen, ist flott erklärt: Das Mail-Plug-in zeigt neue Nachrichten in einem Zusatzfenster an. Das verhindert, das man die elektronische Post direkt in Mail mit seiner komplexen Oberfläche bearbeiten müsste. Im Herald-Fenster, das als simples Overlay erscheint, sieht man zunächst nur einen Auszug einer Botschaft, kann diese aber auch komplett einsehen.
Mit großformatigen Icons ist dann eine Bearbeitung per Klick möglich: Öffnen, direkt in den Mülleimer, Spam, Sortieren in einen Ordner, als gelesen markieren oder weiterleiten. Was sich auf den ersten Blick simpel anhört, ist es auch – doch das einfach gestrickte Herald-Fenster erlaubt es, große Mailmengen mit hoher Geschwindigkeit zu verarbeiten, was schnell unverzichtbar wird.
Selbst von anderem Entwickler ĂĽbernommen
Die Idee des Produktivitätswerkzeugs geht auf eine früher existierende (und dann eingestellte) Apple-Mail-Erweiterung namens Mail.appetizer zurück, von der auch Hinterbichler ein Fan war – so sehr, dass er eine eigene – und sogar durch und durch bessere – Variante programmierte.
Nun braucht Herald seinerseits einen neuen Developer, der die Geschicke der App übernimmt. "Ich arbeite jetzt bei Apple und das bedeutet, dass ich nicht mehr in der Lage bin, Updates für Herald anzubieten. Wenn Du daran interessiert bist, zu übernehmen, dann schicke mir eine Mail", schreibt Hinterbichler. Seine Nutzer werden es ihm danken, sollte dies bald geschehen. Aktuell läuft Herald zumindest unter macOS 10.13 alias High Sierra noch tadellos. Die App ist Donationware. (bsc)