Telekom erwägt Trennung von Deutscher Bank (Update)

Die Deutsche Telekom erwägt, bei künftigen Geschäften nicht mehr mit der Deutschen Bank zusammenzuarbeiten.

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Von
  • Jürgen Kuri

Die Deutsche Telekom erwägt nach einem Bericht der Financial Times Deutschland, bei künftigen Geschäften nicht mehr mit der Deutschen Bank zusammenzuarbeiten. Die Überlegungen würden in engem Zusammenhang mit dem Verkauf von 44 Millionen T-Aktien stehen, den die Bank am Dienstag im Auftrag mehrerer Kunden ausführte. "Die Deutsche Telekom wird mit der Deutschen Bank ein ernstes Wort sprechen müssen und überlegen, wie man darauf reagiert", zitiert die Zeitung in ihrer Freitagausgabe Telekom-Kreise.

Angesichts des umstrittenen Aktien-Verkaufs erwägt die Telekom tatsächlich juristische Schritte: "Wir werden die Transaktion rechtlich überprüfen", sagte Telekom-Sprecher Ulrich Lissek der dpa. Sollte sich dabei ein Fehlverhalten der Deutschen Bank herausstellen, könne dies Konsequenzen für die geschäftlichen Beziehungen beider Häuser haben. Von einer Trennung wollte Lissek allerdings noch nicht sprechen.

Die Deutsche Bank hat einen Tag vor dem Verkauf der 44 Millionen Papiere noch eine Kaufempfehlung für die T-Aktie herausgegeben. Nach der Transaktion war der Aktienkurs auf den tiefsten Stand seit November 1998 gestürzt. Nicht nur bei der Telekom selbst, auch bei Politikern und Analysten stießen die Aktionen der Bank auf harsche Kritik. Am heutigen Freitagvormittag konnte sich die T-Aktie in den ersten Stunden des Handels immerhin leicht erholen, notierte aber bis 10 Uhr immer noch unter 21 Euro. (jk)