Flextronics und Motorola modifizieren "Fünfjahresplan"
Eine Allianz zwischen Motorolas Kommunikationselektronik-Sparte und dem großen Auftragsfertiger Flextronics ist größtenteils geplatzt.
Eine im Mai letzten Jahres geschlossene strategische Allianz zwischen Motorolas Kommunikationselektronik-Sparte und dem großen Auftragsfertiger Flextronics ist größtenteils geplatzt. Vor einem Jahr schätzten die beiden Partner den Wert der auf fünf Jahre angelegten Zusammenarbeit auf mehr als 30 Milliarden US-Dollar. Flextronics sollte etwa 15 Prozent der gesamten geplanten Motorola-Fertigung übernehmen, die unter anderem Handys, Settop-Boxen und Netzwerkgeräte umfasst, und Teile und Baugruppen für solche Waren zuliefern.
"Aufgrund der aktuellen Marktbedingungen" habe man nun die "strategische Allianz modifiziert". Wenn man die Mitteilung allerdings genauer liest, bleibt außer einem Bekenntnis Motorolas zu Flextronics als "erstrangigem Outsourcing-Partner" von der Kooperation wenig übrig. Flextronics kauft sogar Anlagen im Wert von etwa 100 Millionen US-Dollar zurück, die Motorola zunächst zum Einbau von zugelieferten Teilen von Flextronics übernommen hatte. Diese Geräte kann Flextronics nach eigenen Angaben zur Produktion für andere Auftraggeber einsetzen.
Immerhin wird Motorola im laufenden Geschäftsjahr einer der fünf größten Flextronics-Kunden bleiben. Im letzten Jahr erwirtschaftete das weltweit operierende Unternehmen mit Sitz in Singapur und rund 80.000 Mitarbeitern aus 12,11 Milliarden US-Dollar Umsatz einen Gewinn von etwa 416 Millionen US-Dollar. Die Ergebnisse für das gerade abgelaufene erste Geschäftsquartal 2002 will Flextronics am 19. Juli vorstellen. (ciw)