Statistik der Woche: Weiterbildung im Kontext der Digitalisierung
Die Digitalisierung bringt Veränderungen im Arbeitsleben mit sich. Unsere Infografik zeigt die unterschiedlichen Weiterbildungsbeteiligungen von Beschäftigten.
- Mathias Brandt
Beschäftigte, deren Tätigkeiten durch Technologien ersetzbar sind, bilden sich laut einer aktuellen IAB-Studie seltener weiter. Höher qualifizierte Arbeitnehmer nehmen dagegen deutlich häufiger an Weiterbildungsmaßnahmen teil, wie die Statista-Grafik zeigt.
Das gilt auch für den Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie: "Während 5 Prozent der Arbeitnehmer mit Tätigkeiten, die eher durch Computer ersetzt werden können, an entsprechenden Kursen teilnahmen, betrug die Teilnahmequote der Beschäftigten, die voraussichtlich weniger stark von der Digitalisierung betroffen sind, 8 Prozent", heißt es in der IAB-Studie.
In Deutschland sind laut OECD-Beschäftigungsausblick 18,4 Prozent aller Arbeitsplätze von Automatisierung bedroht. Das sind relativ viele – in den USA drohen beispielsweise zehn Prozent der Jobs wegzufallen, in Norwegen sogar weniger als sechs Prozent. Der Grund hierfür liegt in den Strukturen der jeweiligen Volkswirtschaften. Hierzulande sind noch relativ viele Menschen in klassischen Industrien, wie beispielsweise dem Automobilbau, beschäftigt. Arbeitsabläufe in Produktionsstraßen sind jedoch leichter automatisierbar als Dienstleistungs-Jobs, für die direkte Interaktion mit anderen Menschen unabdingbar ist.
(jle)