Facebook Messenger: Nutzer können Termine in Echtzeit buchen

Neue Business-Tools sollen den Kontakt zwischen Kunden und Geschäften im Facebook-Messenger vereinfachen. Nutzer können zum Beispiel Termine in Echtzeit buchen.

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(Bild: BigTunaOnline/Shutterstock.com)

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Über aktuelle Öffnungszeiten informieren oder Produktfragen beantworten: Der Facebook Messenger ist für Firmen, Cafés und Geschäfte eine wichtige Plattform für den schnellen Kundenkontakt geworden. Nun bekommen die Geschäftsnutzer neue Tools an die Hand, die Facebook auf seiner Entwicklerkonferenz F8 vorgestellt hatte. "Wir wollen es für die Menschen einfacher machen, Unternehmen über Messenger zu erreichen", fasst Facebook sein Vorhaben zusammen.

Das kommende "Appointment Booking" etwa erlaubt die Vergabe von Terminen in Echtzeit via Messenger. Die Lösung lässt sich in eine bereits vorhandene Terminbuchungs-Software integrieren. Gehen über den Messenger neue Kundentermine ein, werden sie direkt in den Kalender eingetragen. Zunächst ist nun eine Betaphase mit ausgesuchten Entwicklern und Geschäften gestartet, erst im Verlauf des Jahres soll es die Echtzeit-Terminvergabe weltweit für alle geben. Ungeduldige Interessenten können sich auf eine Warteliste setzen lassen.

In den kommenden Wochen soll es außerdem mit einem neuen Tool für die Lead-Generierung im Messenger losgehen. Ein neues Template im Facebook Ads Manager ermöglicht es Unternehmen, "automatisierte Erfahrungen zu erstellen", erklärt Ted Helwick im Entwickler-Blog von Facebook. Soll heißen, dass Firmen Anzeigen bei Facebook schalten können, die den Nutzer in den Messenger führen. Dort chatten sie dann beispielsweise mit einem Onlineshop und senden direkt ihre Bestellung ab. Die im Messenger generierten Leads lassen sich mit einem CRM-Tool synchronisieren – alle weiteren Möglichkeiten beschreibt Facebook auf einer Produktseite.

Firmen können innerhalb von 24 Stunden auf Kundenanfragen reagieren. Danach dürfen sie nur noch Werbung und kleine Info-Schnipsel versenden.

(Bild: Facebook)

Facebook ändert zum 15. Januar 2020 einige Regeln, um die "Qualität der Konversationen zwischen Kunden und Unternehmen zu verbessern". Eine Änderung betrifft die Standard-Antwortzeit: Sie wird (wie bei WhatsApp) auf 24 Stunden erhöht. Geschäfte haben dadurch länger Zeit, auf Kundenanfragen im Messenger zu reagieren. Wenn die Zeit abgelaufen ist, können Unternehmen nur noch gesponserte Nachrichten verschicken, um den Kontakt zu potenziellen Kunden aufzunehmen. Eine individuelle Antwort ist aber nicht mehr möglich. Darüber hinaus will Facebook die sogenannten "Message Tags" vereinfachen; das sind kleine Info-Schnipsel, die im Messenger zum Beispiel über eine abgeschickte Bestellung informieren. Für sie gilt das 24-Stunden-Zeitfenster nicht.

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(dbe)