US-Firmen haben wachsames Auge auf ihre Mitarbeiter
Eine Untersuchung der American Management Association geht der Frage nach, wie und warum Arbeitgeber die Computernutzung ihrer Mitarbeiter ĂĽberwachen.
Moderne Software macht es zunehmend einfacher, das Mail- und Internet-Nutzungsverhalten innerhalb eines Netzwerkes zu überwachen. Die Regelungen, die es einem Arbeitgeber ermöglichen, die Computernutzung seiner Mitarbeiter zu kontrollieren, sind dabei in den USA um einiges lockerer gefasst als in europäischen Gefilden. Eine Untersuchung der American Management Association (AMA) geht der Frage nach, in welchem Umfang und warum US-amerikanische Arbeitgeber ihrem Personal auf die Finger schauen.
Von den 435 befragten Unternehmen gaben ein Viertel an, die E-Mail ihrer Mitarbeiter mit Filtersoftware nach sexistischen oder obszönen Ausdrücken zu durchsuchen. Als Hauptgrund für diese Maßnahme nennen die Firmen den Kampf gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. In einer zunehmenden Zahl von Gerichtsverfahren wegen dieses Tatbestands spielte die firmeninterne Mail eine Hauptrolle. Es gehe daher weniger um Kontrolle der Arbeitseffektivität als um juristische Absicherung.
40 Prozent der Unternehmen gewähren ihren Mitarbeitern freie Nutzung von E-Mail auch zu privaten Zwecken. Uneingeschränkten Internet-Zugang erlauben nur 12 Prozent; dem stehen 20 Prozent an Firmen gegenüber, die jegliche Art von persönlicher Nutzung untersagen. 38 Prozent der Unternehmen verwenden Software, um gezielt Adressen im Internet zu sperren, wobei es sich meist um Sites mit explizit sexuellem Inhalt handelt. (sha)