Texas Instruments entwickelt mp3PRO-Chips

Texas Instruments und STMicroelectronics entwickeln digitale Signalprozessoren (DSP) für den MP3-Nachfolger mp3PRO.

vorlesen Druckansicht 24 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.

Der vom Fraunhofer-Spinoff Coding Technologies entwickelte MP3-Nachfolger mp3PRO hat gute Chancen, in absehbarer Zeit auch abseits vom PC zu finden zu sein. Nachdem Auftraggeber Thomson Multimedia bereits anlässlich der IFA erste mp3PRO-Portables vorgestellt hat, kündigte nun Texas Instuments (TI) als erster Halbleiterproduzent an, digitale Signalprozessoren (DSP) mit mp3PRO-Codec zu entwickeln.

Einen entsprechenden Lizenzvertrag hat TI nach Aussagen von Coding Technologies Vizepräsidenten Oliver Kunz unterzeichnet. Zudem liefe auch bei STMicroelectronics (STM) bereits die Testversion eines entsprechenden DSPs, allerdings stehe die Firma derzeit noch in Verhandlungen mit Lizenzgeber Thomson.

Ob TI und STM nun die Herstellung "gewöhnlicher" MP3-DSPs aufgeben, ist allerdings noch nicht klar. Da Texas Instruments die Software seiner DSPs in Flash-ROMs lädt, gäbe es produktionstechnisch keinen Unterschied; STM brennt diese jedoch bereits bei der Produktion in das ROM. Daher ist es wahrscheinlich, dass STM möglicherweise bald nur noch mp3PRO-Chips fertigt.

Das abwärtskompatible mp3PRO-Format verspricht bei niedrigen Bitraten (64 kBit/s) deutlich bessere Klangqualität als konventionelle MP3-Dateien. Erreicht wird dies mit Hilfe der so genannten Spectral Band Replication (SBR), die mittels in der MP3Pro-Datei eingebetteten Informationen auf Decoderseite hohe Frequenzanteile der ursprünglichen Musik rekonstruiert. Damit erreicht MP3Pro hörbar bessere Resultate als MP3-Dateien bei gleicher Bitrate – Genaueres zu der Technik von mp3PRO findet sich in c't 11/2001, S. 16. (vza)