Sicherheit durch bessere Lagerung: Ceph und die Offsite-Replikation
Offsite-Replikation war für Ceph lange ein kompliziertes Thema. Doch mit externen Komponenten lässt sich dies inzwischen sicher einrichten.
Wer das Wort Cloud hört, denkt meist als erstes an abgeluchste Daten und monopolistische Provider. Aber im Hintergrund erblicken viele interessante Techniken das Licht der Welt, die häufig auch im Rechenzentrum ankommen. Eine hiervon ist der Storage-Cluster Ceph mit seinem über verschiedene Server redundant verteilbaren Objektspeicher RADOS.
Lange Zeit brachten Anbieter klassischer Storage-Umgebungen die fehlende Offsite-Replikation als Argument gegen Ceph vor, denn RADOS beherrscht bloß eine synchrone Replikation – mit einem komplizierten Kopieren von Daten an einen anderen Standort zur Folge. Doch die Ceph-Entwickler haben die Kritik nicht auf sich sitzen lassen, wie Martin Gerhard Loschwitz in der aktuellen Dezember-iX erklärt.
Manche Administratoren wollen direkt einen Stretched-Cluster einrichten, doch dies ist meist langsam und für Anwendungen wie Datenbanken unbrauchbar. Stattdessen sollten Administratoren an jedem Standort einen eigenen Ceph-Cluster einrichten und Daten zwischen ihnen über externe Komponenten kopieren. Wie genau sich das umsetzen lässt, erfahren Interessierte im Artikel.
Siehe dazu auch:
- Software-Defined Storage: Offsite-Replikation in Ceph: Wege und Werkzeuge, iX 12/2019, S. 114
(fo)