"Seinfeld"-Mimin schließt Gesamtdeal mit Apple

Julia Louis-Dreyfus, bekannt geworden als "Elaine", wird mehrere Jahre neue Shows für Apple TV+ entwickeln und auch jeweils der Star sein.

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"Seinfeld"-Mimin schließt Gesamtdeal mit Apple

Louis-Dreyfus – hier zusammen mit dem ehemaligen US-Vizepräsidentin Joe Biden.

(Bild: U.S. White House / PD)

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Die meisten dürften sie noch aus der Neunzigerjahre-Top-Sitcom "Seinfeld" kennen, doch diese Komödiantin hat noch viel weitere Rollen gespielt: Julia Louis-Dreyfus räumte beispielsweise mit "Veep" als machtgierige US-Politikerin reihenweise TV-Preise ab. Nun soll die 59jährige für Apple tätig werden. Wie der iPhone-Konzern in einer Pressemitteilung zum Wochenende schreibt, wurde ein sogenannter "Overall Deal" mit der Schauspielerin und Produzentin geschlossen.

Dieser sei "weitreichend" und gelte für mehrere Jahre. Louis-Dreyfus soll demnach "neue Projekte exklusiv für Apple TV+" entwickeln und dann für den Videoservice nicht nur als Produzentin wirken, sondern auch vor der Kamera stehen. Einen derartigen Gesamtvertrag habe die Mimin mit einem Streamingdienst noch nie geschlossen. Sie sei "begeistert über diese neue Partnerschaft mit meinen Freunden bei Apple", kommentierte Lous-Dreyfus. "Auch danke und gratuliere ich meinen Repräsentanten, dass sie den Deal so strukturiert haben, dass ich in AirPods bezahlt werde", scherzte sie.

Louis-Dreyfus hatte ihren ersten Durchbruch als Mitglied des Ensembles von "Saturday Night Live" in der Achtzigern. In den frühen Neunzigern ging es dann mit "Seinfeld" los, das nach wie vor als finanziell erfolgreichste Comedy-Serie aller Zeiten gilt. Später folgten "New Adventures of Old Christine" im Netzwerk-TV und dann die Politsatire "Veep" für den Kabelkanal HBO, in der sie zu neuer Höchstform auflief. Sie gewann mehrere "Emmys", "Golden Globes" und diverse andere Preise, arbeitete zuletzt auch an Kinofilmen.

Apple versucht mit solchen Deals, wichtige Stars direkt an sich zu binden. Es ist davon auszugehen, dass der Vertrag für Louis-Dreyfus sehr attraktiv ist. Die Serie "The Morning Show" mit Jennifer Aniston hat sich der Konzern angeblich 300 Millionen US-Dollar kosten lassen. Zuletzt litt Apple TV+, das für 5 Euro im Monat abonniert werden kann und nur Originalinhalte präsentiert, allerdings an einer Content-Flaute – einige Shows beendeten ihre erste Staffel, ohne dass viel Nachschub kam. Das dürfte sich aber über die kommenden Monate ändern.

(bsc)