Apple sortiert Musik besser

Apple Music kann Alben kĂĽnftig besser auseinander halten. Mit klassischer Musik kommt der Streamingdienst nach wie vor schlecht klar.

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Streaming-Service Apple Music

Apple Music ist die klare Nummer zwei hinter Spotify im Streaming.Markt Markt mit 27 Millionen Abo-Kunden.

(Bild: dpa, Sebastian Kahnert)

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Nutzer des Streamingdienstes Apple Music haben eine kleine, aber feine Änderung bemerkt: Der Service kann nun alternative Versionen eines Albums automatisch erkennen und anzeigen, anstatt sie einfach in die reguläre Albenlistung einzusortieren, was für reichlich Chaos sorgt. Das Feature nennt sich "Andere Varianten" (Other Versions) und taucht auf dem iPhone, dem iPad, in iTunes und in der Apple-Music-App auf, wenn man sich auf einer Albenseite befindet. Hier werden dann Varianten wie Remastered-Platten, Remix-Versionen, Demos, Deluxe-Editionen oder auch nur die zensurfreie Version einer Scheibe offeriert.

Interessanterweise gab es die Funktion schon vorher – und zwar bei Beats Music, jenem Dienst, den Apple zusammen mit dem gleichnamigen Kopfhörerproduzenten übernommen und integriert hatte. Er diente als Ausgangspunkt für Apple Music, allerdings wurden bei weitem nicht alle Features übernommen.

Apple hatte zuletzt weitere Veränderungen an Apple Music vorgenommen, die zumeist serverseitig umgesetzt wurden. So zeigen die Künstlerseiten größere Porträtaufnahmen, es gibt einen neuen Zufallswiedergabe-Knopf über alle Songs des Künstlers und ein neues Layout für die "Für Dich"-Seite.

Das Unternehmen hat außerdem seinen personalisierten Musikrückblick schon für das Jahr 2020 freigegeben – hier kann man anhören, was auf "Heavy Rotation" lief. In macOS 10.15 soll zudem demnächst die Möglichkeit hinzukommen, Songtexte zusammen mit den jeweiligen Titeln "live" abzuspielen – das Feature steckt bereits in der jüngsten Betaversion.

Problematisch bleibt bei Apple Music allerdings nach wie vor die Präsentation klassischer Musik. Hier gibt es insbesondere Kritik an der Empfehlungs-Engine, die regelmäßig zusammenhanglose Vorschläge unterbreitet. So kommt es etwa vor, dass Freunden von Klavierkonzerten Opern komplett anderer Künstler präsentiert werden. Es fehlt außerdem an Metadaten, die eine Sortierung für die Empfehlungs-Engine erleichtern würde. (bsc)