Windows 10 mit Googles G Suite verwalten und überwachen

Google führt für seine G Suite mehrere neue Funktionen ein. Unter anderem lassen sich nun Windows-10-Clients administrieren.

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Windows 10 mit Googles G Suite verwalten und überwachen

Falls gewünscht, können sich Firmennutzer auf Windows 10 direkt mit ihrem Google-Konto anmelden.

(Bild: Google)

Lesezeit: 2 Min.

Im Rahmen eines Updates seiner G Suite hat Google mehrere neue Funktionen zum Verwalten von Windows-10-Clients eingeführt. Bei der G Suite handelt es sich um ein Paket für Unternehmen, das neben Office-Applikationen auch viele Dienste für die Systemverwaltung umfasst.

Zum einen kann der zuständige Administrator nun Windows 10 über die G Suite einrichten und verwalten. Hierunter fallen Berechtigungen des Nutzers, das Einspielen von Updates, die Konfiguration von BitLocker und weitere Einstellungen. Anschließend lassen sich der Status des Betriebssystems und des Geräts sowie Informationen zum Nutzer überwachen. Auf Wunsch können Anwender ihre durch Google bereitgestellten Anmeldeinformationen für die Windows-10-Clients des Unternehmens verwenden.

Darüber hinaus umfasst die G Suite zusätzliche Verwaltungsoptionen für den Administrator: Alle Clients sind ab dem Zeitpunkt des Anmeldens eines Nutzers in der G Suite mit dem Endpoint-Security-Dienst verbunden. Unter anderem kann der Systemverwalter bei einem als gestohlen gemeldeten Gerät den Anwender aus der Ferne abmelden. Außerdem lassen sich Mindestanforderungen definieren, um zum Beispiel ein spezifisches Patch-Level des Clients vorauszusetzen.

Des Weiteren hat Google mehrere neue Applikationen vorgestellt, die zunächst als Beta vorliegen. Mit den neuen Data Protection Insights sollen Verantwortliche erkennen, welche sensiblen Informationen wo in Googles Cloud gespeichert sind. Sie lassen sich mit einer weiteren Beta-Funktion automatisiert klassifizieren, um sie über Data-Loss-Protection-Regeln (DLP) verwalten zu können.

Für internationale Unternehmen führt Google außerdem einen kontextabhängigen Zugriff ein, der auf der Zero-Trust-Implementation BeyondCorp des Anbieters basiert. Je nach IP-Adresse, tatsächlichem Standort des Clients und dem Status des Geräts lassen sich Regeln für beliebige Applikationen der G Suite erstellen. Auch dieses Feature befindet sich noch in einer Beta-Phase. Dasselbe gilt für die neuen Log-Funktionen, mit denen Administratoren alle für sie nötigen Informationen an einer Stelle bündeln können sollen.

Alle Details zum Update finden Leser im zugehörigen Blogeintrag auf google.com. Googles G Suite erblickte 2007 das Licht der Welt. Als Gesamtpaket für Unternehmensdienste und -applikationen aus der Cloud konkurriert es unter anderem mit Microsoft 365. Die Preise richten sich nach den benötigten Funktionen und der Anzahl der Nutzer im Monat. (fo)