Verkehr in der Corona-Krise: Unwohlsein im Ă–PNV

Viele Teilnehmer einer Umfrage gaben an, dass sie sich momentan im Zug oder im Ă–PNV nicht mehr so wohl fĂĽhlen wie vor der Corona-Krise.

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Verkehr in der Corona-Krise: Unwohlsein im Ă–PNV

Ein Mann in Belgien trägt eine Gesichtsmaske.

(Bild: dpa)

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Viele Menschen, die sich nun in der Coronavirus-Pandemie fortbewegen müssen, fühlen in öffentlichen Verkehrsmitteln unwohl. Sicher fühlen sich viele hingegen im eigenen Pkw wie auch auf dem Fahrrad, ergab die am Mittwoch veröffentlichte Umfrage des Instituts für Verkehrsforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Die Studie untersuchte, wie sich die Corona-Krise auf das Mobilitätsverhalten der Bevölkerung auswirkt. Das DLR befragte dazu nach eigenen Angaben 1000 Personen zwischen 18 und 82 Jahren. 63 Prozent haben angegeben, dass sie sich im ÖPNV oder im Zug (auf längeren Strecken) unwohler als bisher fühlen oder fühlen würden, müssten sie sie nutzen. Für das Auto meinten dies 5 Prozent und 14 Prozent fürs Fahrrad.

"Es ist eindeutig, dass die Corona-Pandemie unser Mobilitätsverhalten grundlegend verändert. Insbesondere die öffentlichen Verkehrsmittel müssen eine Durststrecke überbrücken", sagte Barbara Lenz, Direktorin des DLR-Instituts für Verkehrsforschung.

Antwortanteile auf die Frage: "Wie fĂĽhlen Sie sich aktuell, wenn Sie die folgenden Verkehrsmittel nutzen bzw. wie wĂĽrden Sie sich aktuell fĂĽhlen, wenn Sie die Verkehrsmittel nutzen wĂĽrden?"

(Bild: DLR)

"Ob Nahverkehr, Fernverkehr, Carsharing oder Flugzeug: Die Nutzung bricht ein, gleichzeitig fĂĽhlen sich die Menschen deutlich unwohler bei der Nutzung oder bei der Vorstellung, sie zu nutzen", teilte das Institut mit. "Im Kontext der Corona-Krise kann man durchaus von einem Revival des Privatautos sprechen", sagte Lenz.

Etwa ein Drittel der Befragten lebt in einem Haushalt ohne eigenen Pkw. Von diesen wiederum vermissten es 32 Prozent, ein eigenes Auto zu haben. 6 Prozent planen, sich ein eigenes Auto anzuschaffen. "Überraschenderweise vermissen besonders viele junge Städter in dieser Situation das eigene Fahrzeug. Ob diese Entwicklungen auch in der Zeit nach Corona anhalten, wird nicht nur für uns Forschende spannend zu beobachten sein."

57 Prozent der Befragten, die während der Corona-Pandemie einkaufen gehen, nutzen hierfür nur den Pkw, 13 Prozent gaben an, dass sie mehrere Verkehrsmittel nutzen, wobei der Pkw eines davon ist. Vor der Corona-Krise nutzten 46 Prozent der Befragten hauptsächlich den Pkw und weitere 18 Prozent wechseln im normalen Alltag für Einkäufe des täglichen Bedarfs zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln. (mit Material der dpa) / (anw)