T-Mobile kommt frühestens im Juni an die Börse
Ron Sommer sagte in einem Zeitungsinterview, sein Konzern habe mit den Vorbereitungen für den Börsengang begonnen.
Die Deutsche Telekom will ihre Tochter T-Mobile im Juni oder im November an die Börse bringen. Vorstandsvorsitzender Ron Sommer sagte in einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Konzern habe mit den Vorbereitungen begonnen. Zuvor müsste sich allerdings die Börse in die richtige Richtung bewegen. Mit dem Erlös aus dem Börsengang will sich die T-Mobile Möglichkeiten schaffen, Akquisitionen im Mobilfunkbereich mit Aktien zu bezahlen.
Sommer hofft, dass die Börse das "sehr gute vierte Quartal 2001" der US-amerikanischen Tochterfirma Voicestream würdigen werde. In diesem Jahr soll der jüngste und teuerste Erwerb der Telekom vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) schwarze Zahlen schreiben. Die Telekom werde auf Grund der hohen Firmenwertabschreibungen und UMTS-Lizenzkosten nicht nur für 2001, sondern auch in den nächsten Jahren Verlustabschlüsse vorlegen, sagte Sommer weiter. Ein Börsengang der Systemhaussparte T-Systems sei nicht geplant
Zu jüngsten Medienberichten um eine angespannte Kassenlage bei T-Online bestätigte Sommer in dem Gespräch, dass der freie Mittelzufluss (Cash-Flow) 2001 negativ gewesen sei. Es handele sich aber um eine geplante Entwicklung, da sein Unternehmen auf langfristige Sicht investiere. Es sei keine "Ebbe in der Kasse". Spätestens 2003 werde der Mittelzufluss wieder positiv sein. (anw)