Kurz informiert: Wirecard, Luxshare, Corona-Impfstoff, Al Amal
Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.
Wirecard-Skandal: Scholz verteidigt sich
Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat Kritik der Opposition im Zusammenhang mit dem Skandal um den inzwischen insolventen Dax-Konzern Wirecard zurückgewiesen. Seit zehn Jahren sei Wirecard von einer großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft worden, "die einen guten Ruf hat, aber in den zehn Jahren nicht rausgefunden hat, was los ist", betonte der SPD-Politiker im Heute-Journal des ZDF. Scholz kündigte erneut auch eine Reform des Wirtschaftsprüferrechts an. Der Zahlungsabwickler Wirecard hatte im Juni mutmaßliche Luftbuchungen von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt.
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iPhone bekommt wohl einen weiteren Fabrikanten
Neben Foxconn, Pegatron und Wistron wird künftig wohl auch Luxshare das iPhone bauen. Die Firma kennt die Apple-Szene aktuell vor allem als Produzent der Ohrstöpsel AirPods sowie der Computeruhr Apple Watch. Nun soll sie weitere Herstellungsaufgaben für Apple übernehmen. Dafür hat Luxshare dem kleinsten iPhone-Produzenten Wistron eine Fabrik in China abgekauft. Entsprechend steht die notwendige Herstellungstechnik schon bereit. Wistron, dessen Hauptsitz in Taiwan liegt, will sich künftig auf seine indischen Standorte für Apple konzentrieren.
Eifrige Corona-Impfstoff-Forschung mit ungewissem Ausgang
Die Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus geht voran. Keine sieben Monate nach Ausbruch der Pandemie werden nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO bereits mehr als 20 potenzielle Impfstoffe am Menschen getestet. In einigen Fällen bilden Probanden auch Antikörper gegen das Virus. Der Nachweis, dass einer der Stoffe wirklich schützt, steht aber noch aus. Sebastian Ulbert vom Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie prognostiziert, dass es im kommenden Jahr mehrere zugelassene Impfstoffe geben wird. Jedoch dürften die ersten Mittel nur bestimmten Gruppen zugutekommen, etwa jungen, gesunden Menschen. Bis alle erreicht werden können, werde es noch länger dauern.
Erste arabische Marsmission "Al Amal" startet erfolgreich
Al Amal, das ist arabisch für Hoffnung, ist auf dem Weg zum Mars. Der Satellit ist kurz vor Mitternacht von Japan aus mit einer Mitsubishi-Rakete auf die Reise geschickt worden. Al Amal ist die erste interplanetarische Mission der Vereinigten Arabischen Emirate, die Regierung hatte das Projekt erst 2014 in Auftrag gegeben. Im Februar soll der Satellit in eine elliptische Umlaufbahn einschwenken und das Wetter auf dem Mars beobachten. Zusätzlich soll Al Amal hochaufgelöste Bilder der Mars-Oberfläche schicken.
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(igr)