Radeon RX 5300: AMDs Gegner für Nvidias GeForce GTX 1650

Ohne großes Aufsehen hat AMD das Spielerportfolio um den günstigsten Navi-Ableger Radeon RX 5300 erweitert, die schneller sein soll als Nvidias 75-Watt-Modell.

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Radeon RX 5300: AMDs Gegner für Nvidias GeForce GTX 1650

(Bild: c't)

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AMD hat die Radeon RX 5300 für Desktop-PCs vorgestellt. Sie stellt die bislang günstigste Spielergrafikkarte mit Grafikchip aus der Navi-Generation dar, erscheint aber vornehmlich für Komplett-PCs.

Die Spezifikationen erinnern an die stärkere Radeon RX 5500XT: Beide Modelle nutzen 1408 Shader-Rechenkerne samt GDDR6-RAM mit 14 GBit/s pro Pin. Bei der Radeon RX 5300 kappt AMD jedoch einen 32-Bit-Controller, sodass nur noch 3 GByte Speicher an 92 Datenbahnen hängen. Das ergibt eine Übertragungsrate von 168 GByte/s. Die große Schwester nutzt wahlweise 4 oder 8 GByte mit 224 GByte/s.

Zudem senkt der Chiphersteller den maximalen Boost-Takt von 1845 auf 1645 MHz. Die typische Taktfrequenz in 3D-Spielen soll bei etwa 1450 MHz liegen. Durch die Taktsenkung und kleinere Speicherkapazität spart die Radeon RX 5300 Strom: Die Total Board Power (TBP) sinkt von 130 auf 100 Watt.

Modell Radeon RX 5300 Radeon RX 5500 XT
GPU Navi 14 Navi 14
Shader-Cores / TMUs / ROPs 1408 / 88 / 32 1408 / 88 / 32
GPU-Takt (Basis / max. Boost) ? / 1645 MHz 1607 / 1845 MHz
theoretische Rechenleistung FP32 4,6 TFlops 5,2 TFlops
Speichermenge / -typ 3 GByte GDDR6 4 / 8 GByte GDDR6
Interface / Übertragungsrate 92 Bit / 168 GByte/s 128 Bit / 224 GByte/s
Total Board Power (TBP) 100 Watt 130 Watt

Als Gegner hat AMD Nvidias GeForce GTX 1650 auserkoren, die in Spielen wie Battlefield 5 und PUBG niedrigere Bildraten auf den Monitor bringen soll. Das Konkurrenzmodell hat allerdings zwei wichtige Vorteile: Nvidia verbaut 4 GByte RAM, was im Jahr 2020 schon bei Full-HD-Gaming Vorteile bringen kann, und beschränkt die Leistungsaufnahme auf 75 Watt. GTX-1650-Grafikkarten kommen ohne zusätzlichen PCI-Express-Stromanschluss aus – beispielsweise Aldi und Medion verbauen das Modell in Einsteiger-PCs mit 250-Watt-Netzteil.

Zudem bietet Nvidia die schnellere GeForce GTX 1650 SUPER mit GDDR6- statt GDDR5-Speicher an, die mit Preisen ab knapp 150 Euro nur etwa 20 Euro mehr kostet als die Nicht-SUPER-Version. (mma)