Lifestyle-Racker: Alfa MiTo und Mini im Dieselduell

Alfa hat es ja nicht anders gewollt: Der MiTo legt sich mit dem Mini an und muss sich jetzt stellen: Die Lifestyle-Minis treten mit kräftigen Dieselmotoren gegeneinander an

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München, 18. März 2009 – Der Vergleich hinkt fast zwangsläufig, aber Alfa hat es ja nicht anders gewollt: hier der Mini, der auf einer eigenen, aufwendig konstruierten Plattform steht, dort der Alfa Mito, der sich technisch beim biederen Fiat Punto bedient. Doch wer weiß, ob BMWs „Premium“-Anspruch den Mini zwangsläufig zum besseren Auto macht, eine Konzernplattform hat schließlich auch ihre Vorteile, vor allem bei den Kosten. Dass der Alfa in der Zielgruppe des Mini räubern will, ist klar, aber kann er ihm auch fahrerisch Paroli bieten?

Als Motorisierung wählten wir die 1,6-Liter-Diesel, die mit 110 (Mini) und 120 PS (Alfa) recht nah beieinander liegen. Trotz des relativ kleinen Hubraums bieten die Motoren ein bulliges Drehmoment. Beim Mini, dessen Diesel übrigens von Kooperationspartner Peugeot stammt, sind es 240 Nm, beim MiTo sogar 320. Den Unterschied spürt man deutlich: Im Alfa fühlt man sich beim Gasgeben nach vorne gesaugt, während der Vortrieb des Mini präsent, aber merklich schwächer ausgeprägt ist.

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Ein gravierendes Manko des Alfa ist aber die deutliche Anfahrschwäche. Das ist immer wieder ärgerlich: Aus einer Seitenstraße kommend, will man in den dichten Verkehr auf der Hauptstraße einscheren und bleibt mitten auf der Magistrale fast stehen. Spätestens ab 1600 Touren zieht der Alfa jedoch mächtig ab – allerdings nur im D-Modus. Denn der Italiener hat einen Einstellhebel, mit dem man nicht nur Lenkung und ESP-Einstellung, sondern auch die Motorsteuerung beeinflusst. D steht dabei für Dynamik, N für Normal und A für All Weather. Das Maximaldrehmoment steht nur im D-Modus zur Verfügung. Ein ähnliches System wie die DNA-Umschaltung des Alfa bietet der Mini mit dem optionalen Sportknopf, der in unserem Wagen eingebaut war. Ist er gedrückt, spricht neben der Lenkung auch das Gaspedal direkter an. Die Auswirkung ist jedoch weniger stark spürbar als beim Alfa. Viel mehr als eine Spielerei sind diese Umschaltmöglichkeiten für uns ohnehin nicht.