Opel will mit frischem Wind nach oben
Opel hat sich eine Menge vorgenommen. Als "bester Opel aller Zeiten" soll der neue Insignia auf Augenhöhe mit den Platzhirschen in der Mittelklasse mitspielen. Beim Fahren konnte er uns durchaus überzeugen
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Fuschl (Österreich), 10. Oktober 2008 – Aus optischer Sicht hat der neue Opel Insignia die biedere Vergangenheit seiner Vorgänger fast restlos abgeschüttelt, keine Frage. Wären da nicht die charakteristischen Chromapplikationen an Front und Heck, würde manch einer den großen Opel wohl nicht als solchen erkennen. Doch die gelungene Schale wäre allein natürlich zu wenig. „Das ist der beste Opel aller Zeiten“, sagt Opel-Vertriebschef Thomas Owsianski deshalb auch und weckt Hoffnungen auf mehr Fahrfreude und Qualität, vielleicht sogar darauf, dass der ein oder andere bisherige Mercedes- oder Audi-Kunde zugreift, der bisher Opel übersehen hat. Wir konnten uns einen Eindruck verschaffen, welche Chancen der Insignia dabei hat.
Fünftürer mit Heckwischer
Die neue Limousine sieht richtig dynamisch aus. Ab dem Marktstart am 22. November 2008 wird der Insignia als Vier- und Fünftürer bereit stehen. Von außen können wir beide Varianten kaum auseinanderhalten, doch schnell entdecken wir den optionalen Heckwischer am Fünftürer als Unterscheidungsmerkmal.
Opel will mit frischem Wind nach oben (24 Bilder)

Schick, schick: Der neue Insignia bringt frischen Wind in die Mittelklasse.
Viel Kopf- und Beinfreiheit im Fond
Wir packen unsere Taschen in den Kofferraum des Viertürers. Das Verstauabteil ist geräumig und schluckt 500 Liter Transportgut. Doch es zeigt sich, dass eine attraktive Form auch zu Lasten praktischer Eigenschaften gehen kann: Die Öffnung ist eng geschnitten, die Ladekante hoch. Einen recht engen Einstieg finden auch die Fondpassagiere vor – hier kann man sich beim Aussteigen wegen des weit nach vorn gezogenen Radkastens die Kleidung beschmutzen. Dennoch ist die zweite Reihe keine Holzklasse: Es gibt viel Kopf- und Beinfreiheit.
Premium-Sitz mit AGR-Siegel
Richtig bequem wird es in der ersten Reihe: Hier bieten die Seriensitze viel Seitenhalt, ab der Ausstattung Edition sind sie für den Fahrer sogar elektrisch in der Höhe verstellbar und bieten eine elektropneumatische Lordosenstütze. Wer wirklich im Wortsinne ausgezeichnet logieren will, kann sich gegen Aufpreis den Premium-Sitz mit dem Gütesiegel des Vereins „Aktion Gesunder Rücken“ (AGR) bestellen. Er bietet nicht nur einen hervorragenden Seitenhalt und eine vierfach elektrisch verstellbare Lordosenstütze, sondern soll lange Strecken ohne Rückenbeschwerden überstehen lassen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Sitze noch weiter aufzuwerten: Perforierte Lederbezüge in Verbindung mit einer Heizung und einer Belüftung verleihen das Flair einer Luxuslimousine.