Kia Soul: Unterwegs im "Urban Crossover"

Mit dem Soul erweiterte Kia sein Angebot um ein komplett neu konzipiertes Modell. Wir konnten den 4,10 Meter kurzen "Urban Crossover" mit 126-PS-Diesel in seiner Heimat bereits ausprobieren

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  • os
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Seoul (Südkorea), 20. Oktober 2008 – Mit dem Soul präsentierte Kia auf dem am Sonntag zu Ende gegangenen Pariser Autosalon ein komplett neu konzipiertes Modell. Obwohl in Korea bereits auf dem Markt, ist der Neuling auch in seiner Heimat noch ein ungewohnter Anblick. Dabei erwies sich Mischung aus SUV und Mini-Van, die wir auf den Straßen der Halbinsel schon ausprobieren konnten, als echter Hingucker.

Kia folgt dem allgegenwärtigen Trend der Autohersteller, mit fast jedem neuen Modell eine neue Segment-Bezeichnung zu erfinden. Im Falle des Soul kamen die kreativen Köpfe auf "Urban Crossover". Das hört sich zunächst nach Marketing-Chinesisch an, betrachtet man den Soul aber genauer, passen Konzeption und Bezeichnung gut zusammen: Der nur 4,10 Meter lange Soul hat einen erstaunlich langen Radstand von 2,55 Metern. Dabei setzte Kia-Chefdesigner Paul Schreyer auf einen extrem kurzen hinteren Überhang und eine fast senkrecht stehende Heckklappe. Die schafft Platz im Kofferraum, 340 Liter Gepäck passen hinter die Rückbank des Soul. Das ist immerhin soviel wie im 13 Zentimeter längeren Cee'd Fünftürer. Legt man Reihe zwei um, stehen 570 Liter Stauraum zur Verfügung. In der Seitenansicht fallen die sich nach hinten verjüngende Fensterfront und Dachlinie auf. In Kombination mit der ansteigenden Schulterlinie ergibt sich so eine dynamische Optik.

Kia Soul: Unterwegs im "Urban Crossover" (17 Bilder)

Der neue Kia Soul wurde vom Chefdesigner Peter Schreyer entworfen.

Die optische Anmutung der Innenraummaterialien entspricht vor allem beim Armaturenbrett nicht den europäischen Vorstellungen. Trotzdem macht das Cockpit des Soul einen soliden Eindruck. Kein Klappern oder Knarzen trübt das Fahrvergnügen. Fahrer- und Beifahrersitz sehen in der "Graphite"-Ausführung zwar schick aus, bieten aber nur wenig Seitenhalt. Dafür finden auch groß gewachsene Insassen stets eine angenehme Sitzposition und selbst auf der Rückbank sitzt es sich bequem. Der Knie-Freiraum ist für ein Auto dieser Größe überdurchschnittlich gut, sogar bei einer Größe von knapp 1,90 Meter fühlt man sich nicht beengt.