Telekom-Konkurrenz von Regulierungsbehörde enttäuscht

Als Reaktion auf die Einstellung des Verfahrens über die T-DSL-Preise der Telekom musste die Regulierungsbehörde erneut harsche Kritik einstecken.

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Als Reaktion auf die Einstellung des Verfahrens über die T-DSL-Preise der Telekom musste die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) erneut harsche Kritik einstecken. So wirft der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) der RegTP vor, nicht genug gegen die marktbeherrschende Stellung der Telekom zu unternehmen: "Es gibt bis heute weder Line Sharing noch Resale, und die Bereitstellungssituation insbesondere bei Mietleitungen ist bis heute nicht zufrieden stellend." Die von der RegTP versprochene Prüfung von Vertragsstrafen gegen die Telekom helfe ebenso wenig weiter wie die Hoffnung von RegTP-Chef Matthias Kurt, dass die Probleme im Frühjahr gelöst seien: "Hoffen und Versprechen bilden keine verlässlichen Rahmenbedingungen für die Wirtschaft", so VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner.

Der Bundesverband der regionalen und lokalen Telekommunikationsgesellschaften (BREKO) bezeichnete die Einstellung als "herbe Enttäuschung" und wirft der Behörde vor, weiterhin Preisdumping zu tolerieren. "Wieder einmal hat der Regulierer der Telekom nachgegeben und dem Wettbewerb einen Bärendienst erwiesen. Sollte dieses Vorgehen ein Wink für die Entscheidungen der RegTP in 2002 sein, dann ziehen sehr dunkle Wolken für den Wettbewerb im Telekommunikationsmarkt auf", sagte Verbandsgeschäftsführer Rainer Lüddemann. (axv)