US-Bürger beklagen sich über Identitätsklau
Der Diebstahl von persönlichen Informationen war in den USA im letzten Jahr der häufigste Grund für Beschwerden bei der Federal Trade Commission.
Diebstahl und Missbrauch von persönlichen Informationen wie Kreditkarten- und Sozialversicherungsnummern war in den USA im letzten Jahr der häufigste Grund für Beschwerden bei der Federal Trade Commission (FTC). Betrügereien bei Online-Auktionen stehen auf Platz zwei der Liste, die die Behörde veröffentlicht hat.
Von 204.000 Beschwerden bezogen sich 42 Prozent auf Identitätsdiebstahl, teilte die Behörde mit. Die Zahlen stammen aus der Datenbank Sentinel, die Eingaben von über 50 Strafverfolgungs- und Verbraucherschutz-Organisationen sammelt.
Probleme mit Internet-Auktionen machen 10 Prozent der Beschwerden aus: Waren werden verspätet oder gar nicht geliefert oder die Lieferung hat nicht den versprochenen Wert. Viele Täuschungsversuche gab es auch bei Probeangeboten und Geldforderungen von Online-Diensten (sieben Prozent). Sechs Prozent der Beschwerden beziehen sich auf Versandhändler, die sich vor Garantieleistungen drücken wollen.
Der Betrug mit gestohlenen Identitätsinformationen gehört in den USA zu den Delikten mit den größten Zuwachsraten. Datenschützer schätzen die Zahl der Opfer auf 750.000 pro Jahr. Die meisten Betroffenen erhalten früher oder später ihr gestohlenes Geld zurück, oft wird aber ihre Kreditwürdigkeit in Mitleidenschaft gezogen. Auch in Deutschland nimmt der Kreditkartenbetrug zu.
Über Stolperfallen bei Online-Auktionen berichtet c’t in der Ausgabe 03/2002 (ab dem 28. Januar im Handel). (kav)