Unterwegs im Vertreter-Express: VW Passat 1.8 TSI
VW spendiert seinem Verkaufsschlager neue Motoren mit Benzin-Direkteinspritzung. Der 160-PS-Vierzylinder gefällt mit 250 Nm Drehmoment und 220 km/h Spitze. Wir wollten wissen, ob er auch in Sachen Verbrauch Maßstäbe setzt
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München, 5. Juni 2008 – Liegt es etwa an seinem Äußeren, dass der VW Passat, egal ob als Kombi oder als Limousine, über die Baureihen hinweg so einen guten Absatz findet? Ob der Topseller aus Wolfsburg in Sachen Design nun Maßstäbe setzt oder nicht – viele Firmen sind auf den Passat als Flottenfahrzeug förmlich abonniert. Nun stehen für den „Vetreterexpress“ zwei neue Benzinmotoren zur Verfügung, die Verbrauchsvorteile versprechen: Der aus dem Golf bekannte 1.4 TSI mit 122 PS und der 160 PS starke 1.8 TSI, der auch in Bälde als Einstiegsmotor beim Audi TT erhältlich ist. Wir sind den VW Passat mit dem 1.8 TSI gefahren.
220 km/h Spitze
Unser Testwagen ist mit dem neuen 1.8-TSI-Aggregat ausgestattet. Der 4-Zylinder leistet 160 PS und stemmt bereits bei 1500 U/min ein maximales Drehmoment von 250 Newtonmetern auf die Kurbelwelle. Den Referenzspurt von null auf Tempo 100 bewältigt der Passat in guten 8,6 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 220 km/h erreicht.
Unterwegs im Vertreter-Express: VW Passat 1.8 TSI (15 Bilder)

Unterwegs im 160 PS starken VW Passat 1.8 TSI.
Schöner Schluckspecht
Kommen wir zum Verbrauch, VW gibt einen kombinierten Kraftstoffkonsum von 7,6 Liter auf 100 Kilometer an. Bei unserer Ausfahrt verschwinden allerdings stolze 9,8 Liter aus dem Tank, obwohl wir es vergleichsweise sachte angehen lassen. Auch was die CO2- Emissionen angeht, kann der Wolfsburger nicht so recht überzeugen. So stößt der Passat 1.8 TSI überdurchschnittlich 180 Gramm pro Kilometer aus. Zum Vergleich: Ein Audi A4 1.8 TFSI leistet sich 169 Gramm CO2 pro Kilometer und ein 170 PS starker BMW 320i emittiert gerade einmal 146 Gramm je Kilometer. Das sind enttäuschende Werte beim Passat, gerade wenn man bedenkt, dass VW unter dem Kürzel TSI aufgeladene Motoren mit Benzin-Direkteinspritzung zusammenfasst, die sparsamer als ihre Vorgänger sein sollen.
Wie frisch geschmiert
Immerhin zeigt sich die Sechsgang-Schaltung geschmeidig und gefällt mit moderaten Schaltwegen. Der Gangwahlhebel lässt sich wie frisch geölt in die richtigen Gassen schieben. Das Fahrwerk ist weich abgestimmt und leistet sich kaum Schwächen. Nur bei massiven Bodenunebenheiten werden leichte Ruckler an die Insassen weitergeleitet.