Noch keine Besserung bei Photonik-Spezialist JDS
Mit optimistischen Prognosen möchte sich das Management des Herstellers von Komponenten für optische Netze nicht mehr an die Öffentlichkeit wagen.
Im September vergangenen Jahres sah JDS-Chef Jozef Straus noch Licht am Ende des Tunnels, im Oktober konnte der Photonik-Spezialist dann wenigstens die heruntergesetzten Erwartungen für das erste Quartal erfüllen. Im zweiten Quartal möchte sich das Management des Herstellers von Komponenten für optische Netze nun nicht mehr mit optimistischen Prognosen an die Öffentlichkeit wagen: Da die Umsätze zwar den Erwartungen entsprachen, die Verluste aber weit höher als prognostiziert waren, macht sich wohl bei JDS Uniphase das Gefühl breit, man habe sich mit früheren Ankündigungen einer Erholung schon zu weit aus dem Fenster gelehnt,
Der Konzern, der bereits gut die Hälfte seiner früher 29.000 Mitarbeiter entlassen hat, verbuchte im zweiten Quartal einen Verlust (nach dem US-Bilanzstandard GAAP) von 2,1 Milliarden US-Dollar (1,60 US-Dollar pro Aktie). Der Pro-forma-Verlust betrug 255 Millionen US-Dollar (19 Cents pro Aktie) gegenüber einem Gewinn von 208 Millionen US-Dollar (21 Cents pro Aktie) im gleichen Quartal des Vorjahrs. Die Umsätze erreichten nicht einmal ein Drittel des Vorjahresniveaus: Die Verkäufe sackten von 925,1 Millionen auf 286 Millionen US-Dollar ab.
Für das nächste Quartal erwartet JDS Uniphase einen weiteren Umsatzrückgang um zehn bis 15 Prozent; dabei ist sich der Konzern aber keineswegs sicher, dass damit schon der Tiefpunkt bei den Umsätzen erreicht sei. Weitere Werksschließungen und zusätzliche Entlassungen schloss der Konzern nun nicht mehr aus. (jk)