Transmeta mit Notebook-Chips für lüfterlosen Desktop
Geräuscharme PCs sind das nächste Ziel des Stromsparspezialisten aus Kalifornien.
Angesichts der finanziellen Situation und Produktionsschwierigkeiten hat sich der recht großspurig als Intel-Herausforderer angetretene Chip-Designer Transmeta auf die leiseren Töne verlegt. Noch vor einem Jahr wollte Transmeta dem Marktführer Intel größere Anteile bei Notebook-CPUs abnehmen. Auf der Platform Conference war jedoch im Gegensatz zu den Vorjahren weder ein Notebook-Chip noch ein Kunde von Transmeta zu sehen.
Stattdessen präsentierte Transmeta-Ingenieur Bill Gervasi das Konzept eines EcoPC -- einen lüfterlosen und damit fast geräuschlosen, energieeffizienten Rechner, der Musikfreunde und Sparsame gleichermassen erfreuen soll. Prozessoren und Speicher würden dabei im ungenutzten Zustand weitgehend abgeschaltet werden. Die Betriebsfrequenz müsste sich stufenlos dem tatsächlichen Bedarf der laufenden Anwendung anpassen. Dabei könnten gerade hochgetaktete Prozessoren eine entscheidende Rolle spielen, erklärte Gervasi, da hochfrequente CPUs bei den meisten Aufgaben unterfordert sind und bei niedrigerer Taktung mit geringeren Spannungen und Stromstärken auskommen. Sollten sich Konstruktionsansätze wie der EcoPC beim Desktop durchsetzen, rechnet sich Transmeta Chancen aus, die hauseigenen Longrun-Techniken zur Skalierung der Prozessorleistung aus dem Notebook-Chip Crusoe ins Spiel zu bringen. (Erich Bonnert) / (jk)