E-Arztbrief-Versand: Wie KIM die Kommunikation von Medizinern absichern soll
Künftig sollen Ärzte über ein gesichertes E-Mail-System namens KIM kommunizieren. Eine Reihe von Sicherheitsvorkehrungen schützt die sensiblen Patientendaten.
(Bild: Albert Hulm)
- Detlef Borchers
Jährlich produzieren Ärzte 144 Millionen Arztbriefe. Das Gros davon verschicken sie immer noch per (unsicherem) Fax, obwohl der Gesetzgeber schon seit eineinhalb Jahrzehnten ein sichereres Verfahren auf den Weg bringen wollte. Hinzu kommen 77 Millionen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen, die zum Arbeitgeber und zu den Krankenkassen laufen. Allein für Heil- und Kostenpläne von Zahnärzten fallen jährlich 7 bis 15 Millionen weitere (Papier-)Formulare an, die zwischen Ärzten und Kassen zirkulieren.
Für Abhilfe und Vereinfachung soll "KIM" sorgen, die "Kommunikation in der Medizin". Gesetzlich bereits seit Mitte 2020 möglich, soll der Dienst im Laufe des Jahres 2021 auch de facto flächendeckend starten. KIM integriert sich in die Telematik-Infrastruktur (TI) des deutschen Gesundheitswesens, ein VPN, das die Akteure des Gesundheitswesens untereinander verbindet. Über KIM sollen sie medizinische Daten und Sozialdaten einfach und gleichzeitig sicher austauschen können.
Nach elektronischer Patientenakte und E-Rezept ist der Dienst der dritte Baustein beim Aufbau des digitalen Gesundheitswesens. Während die ersten beiden Dienste vor allem den Versicherten dienen sollen, ist KIM für die Leistungserbringer gedacht, also etwa Ärzte, Krankenhausmitarbeiter, Psychotherapeuten und Apotheker. Der Dienst bietet ihnen das Werkzeug für das immens große Feld der direkten, abgesicherten und zertifizierten Kommunikation unter Fachleuten.
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