ce Consumer schlieĂźt Verluste nicht mehr aus

Das Geschäft des Chiphändlers ist seit den Terroranschlägen in den USA praktisch zum Erliegen gekommen.

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Nachdem das Geschäft der ce Consumer Electronic AG nach Angaben der Firma seit den Terroranschlägen in den USA praktisch zum Erliegen gekommen ist, schließt der Chiphändler Verluste im laufenden Geschäftsjahr nicht mehr aus. Bereits früher hatte das Unternehmen seine Prognosen aufgrund der Flaute im Halbleitermarkt absenken müssen, angepeilt war eine Gewinnmarge von 1,8 Prozent. Bei einem erwarteten Umsatz von 700 Millionen Mark hätte dies einen Gewinn von 12,6 Millionen Mark bedeutet. Diese Marge kann nun nicht länger aufrechterhalten werden, "auch ein Verlust ist möglich", so ein Sprecher des Unternehmens. Die Aktie des Chipbrokers fiel am Montag zeitweise um 6,5 Prozent auf 4,80 Euro.

Die ce Consumer Electronic AG, eigenen Aussagen zufolge zweitgrößter Chiphändler weltweit, plant trotz der angespannten Situation keinen Abbau von Arbeitsplätzen. Der Zukunft sieht das Unternehmen zuversichtlich entgegen: Marktforscher prognostizieren für 2002 ein weltweites Halbleiter-Marktwachstum von bis zu 20 Prozent. Dieses Wachstum könnte auch kurzfristig einsetzen, wenn etwa im Zuge von Militärausgaben zur Terrorismusbekämpfung die Nachfrage nach Bauelementen steigt. (sva)