Xbox Series X/S: Microsoft erhöht maximale Bildraten mit FPS Boost
Mit dem FPS Boost können ältere Spiele auf Xbox Series X/S mit höheren Bildraten laufen – ohne dass der Spielcode dafür angepasst werden muss.
(Bild: Microsoft)
Microsoft hat bei ersten Spielen die maximalen Bildraten auf Xbox Series X und Series S erhöht. Die "FPS Boost" genannte Technik hatte das Unternehmen bereits zum Start der neuen Konsolengeneration in Aussicht gestellt. Ihr Ziel ist es, die Framecaps bei Spielen zu erhöhen, die nicht explizit auf die Leistung der neuen Spielkonsolen ausgelegt sind.
Viele Spiele älterer Generationen sind per Abwärtskompatibilität auch auf Xbox Series X und Series S lauffähig. Allerdings nutzen sie normalerweise die Mehrleistung der stärkeren neuen Konsolen nicht wirklich aus. Viele auf 30 FPS begrenzte Spiele könnten auf der Series X etwa locker mit 60 FPS laufen, dazu wären allerdings Anpassungen der Entwickler notwendig.
FPS Boost soll dagegen die Bildraten-Limits älterer Spiele verdoppeln oder sogar vervierfachen, ohne dass dafür die Entwickler des Titels tätig werden müssen. Die Technik funktioniert auf der Direct3D-Ebene, ohne den Spielcode anzupassen, schreibt DigitalFoundry in einem Erfahrungsbericht.
Bisher werden allerdings nur wenige Titel unterstützt. Dazu gehören "Watch Dogs 2" und "Far Cry 4", die auf den neuen Microsoft-Konsolen nun mit 60 anstelle von 30 Bildern pro Sekunde laufen. "New Super Lucky’s Tale" läuft in Zukunft auf Xbox Series X und Series sogar mit bis zu 120 FPS.
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Microsofts Vorteil
FPS Boost gehört zu den Abwärtskompatibilitätsfunktionen, die die Xbox-Konsolen der Playstation 5 voraushaben. Die PS5 unterstützt lediglich Titel der PS4, während die Series X und S neben der One-Generation auch die Titel älterer Xbox-Konsolen abspielen können. Außerdem bietet Microsoft einen Auto-HDR-Modus für seine neuen Konsolen an.
Die Technik zur FPS-Steigerung könnte ein weiterer Trumpf in Microsofts Hand werden – zumindest dann, wenn in Zukunft etwas mehr Spiele unterstützt werden. Theoretisch könnten Entwickler ihre älteren Titel zwar auch für die neuen Konsolen anpassen, bisher ist das allerdings nur in Ausnahmefällen passiert.
(dahe)