VIA bringt neuen Chipsatz für mobile Athlons und Durons
Der VIA-Chipsatz ProSavageDDR KN266 mit integriertem ProSavage8-Grafikkern verbindet die Mobile-Versionen der AMD-Athlon- und -Duron-Prozessoren mit DDR-SDRAM.
Der VIA ProSavageDDR KN266 könnte preisgünstige und trotzdem flotte Notebooks möglich machen: Der Chipsatz mit integriertem ProSavage8-Grafikkern der VIA-Tochter S3 Graphics verbindet die Mobile-Versionen der AMD-Athlon- und -Duron-Prozessoren mit Double-Data-Rate-Speichermodulen nach PC1600- oder PC2100-Spezifikation.
Die KN266-Northbridge lässt sich über die V-Link-Schnittstelle mit der von den Chipsätzen KT266A und P4X266 bekannten Southbridge VT8233 verbinden, die es auch in einer Ausführung mit eingebautem LAN-Adapter gibt. Die Southbridge enthält sechs USB-Ports sowie PS/2-Anschlüsse für Maus und Tastatur; mit nur wenigen Zusatzbausteinen lassen sich Sound- und Modemfunktionen sowie die sonst üblichen Geräteschnittstellen nachrüsten. VIA hat kürzlich auch neue Bausteine für FireWire (IEEE 1394) und USB 2.0 vorgestellt.
Außer der höheren möglichen Datentransferrate hat DDR-SDRAM im Vergleich zu PC100- oder PC133-Speicher den Vorteil, mit einer um 24 Prozent geringeren Betriebsspannung von 2,5 Volt zu arbeiten. Das spart die in Notebooks kostbare Energie. DDR-SDRAM-Module für portable Geräte hat die JEDEC bereits spezifiziert. Solche 200-poligen SO-DIMMs hat Samsung schon angekündigt, bisher sind allerdings nur Muster zu haben.
Der Vorteil der höheren Datentransferrate von DDR-SDRAM kommt besonders bei Chipsätzen mit eingebautem Grafikkern zum Tragen, weil sich Grafikprozessor und Hauptprozessor bei Speicherzugriffen weniger ins Gehege kommen. Über die tatsächliche Leistungsfähigkeit der ProSavage8-Grafik, die VIA auch im kürzlich angekündigten P4M266 einsetzt, lässt sich zurzeit nur spekulieren -- Notebooks mit KN266-Chipsatz oder Mainboards mit P4M266 sind noch nicht zu haben. (ciw)