Glasfaser-Spezialist Corning entlässt weitere 4000 Mitarbeiter

Die Belastungen beim Glasfaserspezialist Corning erreichen eine Milliarde US-Dollar; die Glasfaserproduktion wird vorĂĽbergehend stillgelegt.

vorlesen Druckansicht 7 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.

Glasfaser-Hersteller Corning leidet weiterhin unter der schwierigen Wirtschaftslage. Außergewöhnliche Belastungen zur Umstrukturierung der Firma betragen mittlerweile eine Milliarde US-Dollar. Zu der Umstrukturierung gehört, dass inzwischen erneut Entlassungen anstehen: Demnächst will der US-amerikanische Telekommunikations-Zulieferer 4.000 Mitarbeiter feuern. Im Sommer mussten bereits 1.000 Mitarbeiter gehen, im gesamten Jahr 2001 waren es bisher 8.000.

Damit verdreifachte sich die ursprünglich veranschlagte Summe der außergewöhnlichen Belastungen für das "Gesundschrumpfen". Insbesondere der Bereich Photonik/Optische Netze habe sich als besonders unprofitabel erwiesen, hieß es bei Corning. Im Oktober noch will die Firma die Produktion von Glasfaserkabeln vorübergehend stoppen und nur eine minimale Fertigung aufrecht erhalten, um schnell auf Anforderungen reagieren zu können. Die Produktion soll erst im Jahr 2002 wieder vollständig aufgenommen werden.

Für das laufende Jahr waren Einnahmen in Höhe von 1,8 Milliarden US-Dollar veranschlagt worden. Mittlerweile stutzte Corning seine Erwartungen auf 500 Millionen US-Dollar herunter. Mit einer Besserung rechnet das Unternehmen nicht innerhalb der nächsten zwölf Monate. (anw)