Bei Disney schrumpft der Umsatz

Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres ging der Umsatz um 7 Prozent zurück.

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Schwache Werbeeinnahmen und die Folgen der Attentate vom 11. September halten den Medienriesen Disney am Boden. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres, das am 31. Dezember 2002 endete, schrumpfte der Umsatz um 7 Prozent von 7,4 Milliarden US-Dollar (8,57 Milliarden Euro) im Vorjahreszeitraum auf 7 Milliarden US-Dollar (8,11 Milliarden Euro). Der Gewinn vor Einmalerträgen aus Beteiligungsverkäufen fiel von 657 Millionen US-Dollar (761 Millionen Euro) im Vorjahr auf 297 Millionen US-Dollar (344 Millionen Euro) oder 0,15 Dollar je Aktie. Analysten hatten allerdings mit einem noch stärkeren Rückgang auf 0,10 Dollar je Aktie gerechnet.

Nach dem 11. September wirkte sich die gedämpfte Reiselust der US-Amerikaner negativ auf die Ergebnisse der Disney-Vergnügungsparks aus. Auch die Werbeeinnahmen hatten stark nachgelassen. Dazu kam noch die allgemein schwache Konjunktur in den USA. Im November hatte Disney schon gewarnt, der operative Gewinn werde im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2001/2002 weniger als die Hälfte des Gewinns der Vorjahresvergleichszeit erreichen. Tatsächlich ist der operative Gewinn aber nur um 39 Prozent auf 753 Millionen US-Dollar zurückgegangen.

Im Filmgeschäft sank der Umsatz um 2 Prozent auf 1,8 Milliarden US-Dollar -- trotz solcher Kinokassenschlager wie Monsters Inc. und die Veröffentlichung von Pearl Harbor und Schneewittchen und die sieben Zwerge auf DVD. Disney-CEO Michael D. Eisner verspricht sich für sein Unternehmen viel von dem Erwerb der Fernsehrechte an der nordamerikanischen Basketball-Liga. Allerdings sei erst ab Mitte des Jahres mit besseren Ergebnissen zu rechnen. Es gebe noch keine Anzeichen für eine Besserung auf dem Anzeigenmarkt. Wie weit die Rückbesinnung auf Internet-Angebote bei Disney gediehen ist, mit denen der Konzern zuvor keine glückliche Hand bewies, wollte Eisner nicht näher benennen. (anw)