Neue Microsoft-Lizenzen müssen für Behörden nicht teurer sein
Die befürchteten Mehrausgaben in Millionenhöhe nach Microsofts neuer Lizenzpolitik sind nicht zwingend notwendig, meint das Bundesinnenministerium.
Der Geschäftsführer des thüringischen Landkreistages, Klaus Vetzberger, befürchtet durch die neue Lizenzierungspolitik Microsofts Mehrausgaben in Millionenhöhe. Das muss nicht sein, heißt es aus dem Bundesinnenministerium. Zwar wird der zwischen dem Ministerium und Microsoft im September unterzeichnete Rahmenvertrag streng vertraulich behandelt; doch ist aus dem Ministerium wenigstens so viel zu erfahren, dass Mehrausgaben nicht zwingend notwendig seien. Das hinge ganz von den in den jeweiligen Behörden angestellten Modellrechnungen ab. Ihnen bleibe es überlassen, die nach dem Rahmenvertrag für sie günstigsten Konditionen mit Microsoft auszuhandeln.
Durch den Rahmenvertrag haben deutsche Behörden die Zusicherung für "vergünstigte Software-Lizenzen". Der Vertrag sei durch Microsofts neue Lizenzmodelle nötig geworden, die für deutsche Behörden tatsächlich Mehrausgaben zur Folge gehabt hätten.
Inzwischen hat der Software-Konzern seine Lizenzbedingungen wieder abgeändert: So wurde die Zeichnungsfrist für neue Lizenzen um fünf Monate bis zum 31. Juli 2002 verlängert. Außerdem wurden die Bedingungen für die Lizenzierung gelockert: Zum Beispiel müssen Kunden des Software-Pakets Office 2000 nicht mehr zuerst auf Office XP umsteigen, um in das Programm aufgenommen zu werden. (anw)