Die CeBIT soll übersichtlicher werden
Eine neue Gliederung soll mehr Platz für die Kernbereiche und mehr Zeit für Gespräche und Beratung schaffen, meint die CeBIT-Messeleitung.
Microsoft-Chef Steve Ballmer kommt und Gerhard Schröder auch. Der Bundeskanzler eröffnet ihn sogar, den weltgrößten Basar für IT-Produkte. Wenn die CeBIT in Hannover am 13. März ihre Pforten öffnet, erstrecken sich vor dem Besucher 432.011 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Acht Tage bleiben dann, um alle 8.152 Hersteller aus 58 Ländern abzuklappern: Hostessen präsentieren die neuesten Flachbildschirme, adrette junge Herren versuchen von den Vorteilen eines neues GPRS-Handys zu überzeugen, und hinter verschlossenen Türen wird um Aufträge gefeilscht.
Dass so ein Tagesmarsch über die CeBIT durchaus anstrengend sein kann, haben wohl auch die Veranstalter erkannt: Mit neuer Gliederung soll die Messe in diesem Jahr übersichtlicher und besucherfreundlicher werden, so die Deutsche Messe AG in Hannover. "Die neue Struktur schafft mehr Platz für die Kernbereiche und mehr Zeit für Gespräche und Beratung."
Grundlage für diese neue Struktur sei eine optimierte Geländeaufteilung. In diesem Jahr weist das CeBIT-Gelände nach Angaben der Messe AG thematisch eine klare Nord-, Ost- und Südwest-Ausrichtung auf: So ist der Norden der Informationstechnik vorbehalten, der Osten den Software-Anbietern und der Südwesten dem Telekommunikationsmarkt. Auch eine Bewerberbörse wird es wieder geben: Der so genannte "CeBIT Job Market" ist in Halle 10 zu finden. Zu den Topthemen gehörten in diesem Jahr unter anderem Linux, DSL und Glasfaser.
"Der große Hype ist aber vorbei", sagt Tomas Jensen, Pressesprecher von Microsoft Deutschland in München. Von der Euphorie vergangener Jahre werde angesichts der Probleme in der IT-Branche auf dieser CeBIT nicht mehr viel zu spüren sein; die Messe werde aber die Konsolidierung widerspiegeln. "Zu den Schwerpunkten gehören ganz sicher die kabellosen Übertragungstechniken Bluetooth und WLAN", meint Jensen.
Über den künftigen Mobilfunkstandard UMTS werden die Besucher der CeBIT in diesem Jahr wohl mehr erfahren als noch vor Jahresfrist: Sowohl Prototypen der Endgeräte als auch die entsprechenden mobilen Dienste sollen zu sehen sein. Davon geht der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien (BITKOM) in Berlin aus. Wichtige Themen seien darüber hinaus die IT-Sicherheit mit den Aspekten elektronische Signatur und Biometrie.
Zurückgegangen ist die Beteiligung deutscher Unternehmen von 5.034 im Vorjahr auf jetzt 4.942. Dies ist der Messe AG zufolge vor allem auf die Herausnahme von Produkten aus dem Ausstellungsprogramm zurückzuführen. Randthemen werden laut BITKOM künftig auf der CeBIT nicht mehr gezeigt. Dadurch werde zusätzlicher Platz für Erfolg versprechende Produkte geschaffen. (Sven Appel, dpa) / (jk)