US-Bundesstaaten gegen Aufschub im Microsoft-Prozess

Im Kartellprozess gegen Microsoft beharren die neun klagenden Staaten auf dem bisherigen Zeitplan.

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Im Kartellprozess gegen Microsoft beharren die neun klagenden US-Bundesstaaten auf dem bisherigen Zeitplan. Die Kläger weisen damit einen Aufschub um mindestens vier Monate ab, den die Vertreter des Redmonder Riesen vor knapp zwei Wochen erbeten haben. Der Redmonder Konzern soll also bis zum 11. März seine Stellungnahme für die Anhörung bei Richterin Colleen Kollar-Kotelly abgeben. Die neun US-Bundesstaaten waren im vergangenen Jahr bei der außergerichtlichen Einigung des US-Justizministeriums mit Microsoft ausgeschert. Kollar-Kotelly will daher den Prozess auf zwei Ebenen fortführen.

Iowas Generalstaatsanwalt Tom Miller erwidert auf die Bitte Microsofts, sowohl die Anklage wie auch das Unternehmen seien zur Anhörung bereit. Der Fall solle abgeschlossen werden, um weiteren Schaden für die Konkurrenz und die Verbraucher zu vermeiden. Microsoft weist Vorwürfe zurück, bei der Bitte um Aufschub handele es sich um eine Verzögerungstaktik. Vielmehr werde ein Einigungsvorschlag ausgearbeitet, der über die Forderungen des Gerichtes weit hinausgehen würde, heißt es in einer Stellungnahme. Außerdem hätten die klagenden Staaten bereits zugegeben, dass das weitere Verfahren sehr zeitaufwendig sein würde. (anw)