US-Börsenaufsicht nimmt Microsoft unter die Lupe

Die SEC untersucht, ob Microsoft in den 90er Jahren mittels zu niedrig angegebener Gewinne versucht hat, regelwidrige Bargeldreserven anzusammeln.

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Von
  • Wolfgang Stieler

Die US-Börsenaufsicht SEC untersucht, ob Microsoft in den 90er Jahren mittels zu niedrig angegebener Gewinne versucht hat, regelwidrige Bargeldreserven anzusammeln. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf informierte Kreise. Der Software-Konzern habe die Untersuchung bereits vor über zwei Jahren anerkannt, berichtet die Zeitung. In einer Pflichtmitteilung an die SEC, die Microsoft in der vergangenen Woche eingereicht hat, wird nun in einem dürren Satz betätigt, dass die Untersuchung andauert: "The Securities and Exchange Commission is conducting a non-public investigation into the Company's accounting reserve practices."

Microsoft soll beispielsweise bei der Angabe der Quartalszahlen für die letzten Monate des Quartals immer mit geschätzten Verkaufszahlen gearbeitet und die exakten Zahlen erst im nächsten Quartal eingerechnet haben. Microsoft wies die Vorwürfe zurück. Mit dem Vorwurf, Bargeldreserven anzuhäufen, muss sich der Software-Riese immer wieder auseinandersetzen. Erst vor kurzem hatten Großaktionäre und Analysten den Konzern gedrängt, entgegen seiner üblichen Praxis Dividenden für die Aktionäre auszuschütten. (wst)