Ericsson legt Deutschland-, Österreich- und Schweiz-Geschäft zusammen

Der schwedische Kommunikationskonzern Ericsson hat zum 1. September 2001 zentrale Aufgaben seiner Zweige in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengefasst.

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Von
  • David Adamczewski

Der schwedische Kommunikationskonzern Ericsson hat am 1. September 2001 zentrale Aufgaben seiner nationalen Präsenzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengefasst. Im Rahmen dieses Kostensenkungsprogrammes hat das Unternehmen über 500 Mitarbeiter entlassen, einen Großteil davon in Deutschland. Hier baut Ericsson 400 Arbeitsplätze ab; 150 davon sollen "ausgelagert" werden. Nach Unternehmensangaben ist dieser Schritt Teil des globalen Effizienzprogramms, das bereits im April 2001 angekündigt wurde. Ericssons erklärtes Ziel ist dabei die schnelle Rückkehr in eine gesunde Gewinnlage.

Für die neu gebildete Drei-Länder-Organisationseinheit mit Sitz in Düsseldorf steht bei Ericsson das Akronym "DACH" (D für Deutschland, A für Österreich und CH für die Schweiz). Die Leitung soll der bisherige Präsident der Ericsson Schweiz AG, Kristian Tear, übernehmen. Seine Aufgabe soll nach Unternehmensangaben vordringlich darin bestehen, den UMTS-Netzausbau in den drei Ländern voranzutreiben. Ericsson hat in Deutschland bisher Verträge mit D2 Vodafone, Mobilcom und E-Plus, in Österreich mit Mobilcom und Connect One, in der Schweiz mit Swisscom unterzeichnet. Zudem liefert der schwedische Konzern in diesen Ländern GSM-Netztechnik an D2 Vodafone und Swisscom.

Erst vor wenigen Tagen hatten Ericsson und Sony die Fusion ihrer Mobilfunksparten angekündigt – Angaben über mögliche Entlassungen wurden jedoch nicht gemacht. Nach Informationen der Financial Times Deutschland soll diese Kooperation im Juli 2002 starten. Danach seien die beiden Marken Erisson und Sony zumindestens im Mobilfunkbereich verschwunden, einen neuen Namen habe man jedoch noch nicht gefunden. (daa)