Endgültiges Aus für Jippii in Deutschland

Die deutsche Niederlassung des finnischen Telekommunikationsunternehmens Jippii Group hat Insolvenz angemeldet.

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Von
  • David Adamczewski

Die deutsche Niederlassung des finnischen Telekommunikationsunternehmens Jippii Group musste Insolvenz anmelden. Einer Mitteilung zufolge hat sich darauf das Management der Jippii GmbH geeinigt, nachdem die finanzielle Schieflage eine Weiterführung der Geschäfte unmöglich gemacht hat. Die Jippii GmbH war bislang zu einer Stellungnahme nicht zu erreichen; die Hotline-Nummer für den Internetdienst myokay.net ist zudem bereits abgeschaltet worden.

Das Mutterunternehmen betonte, dass dieser Schritt keine Auswirkungen auf die Jippii Group haben werde. Vielmehr sei die Maßnahme Teil des Umstrukturierungsplanes, den das Unternehmen vor wenigen Wochen beschlossen hatte. Infolgedessen will sich Jippii nur noch auf den Mobile-Entertainment-Markt konzentrieren -- Pläne, die teilweise auch im Rahmen einer Umstrukturierung der deutschen Geschäftsaktivitäten gedacht waren.

Bereits Mitte Oktober hatte die Jippii GmbH einen Großteil der Belegschaft gekündigt, eine drohende Insolvenz jedoch bestritten. Lediglich zehn der damals 110 Angestellten wollten gemeinsam versuchen, das Unternehmen in die Gewinnzone zurückzuführen. Die Jippii GmbH war seit April 2000 in Deutschland als Provider präsent und bot neben unterschiedlichen Internetzugängen auch Domains und Server Housing an. Ende Oktober 2000 übernahm Jippii die Restbestände des insolventen Telecom-Unternehmens Gigabell. Nach eigenen Angaben konnte die Jippii Group bisher 400.000 Kunden in Europa gewinnen -- die genaue Anzahl der deutschen Kunden ist aber nicht bekannt. (daa)