Joint Venture von Vodafone und Vivendi vor dem Ende
Vivendi will seine Anteile an dem gemeinsamen Internetportal Vizzavi loswerden.
Nach über zwei Jahren will sich Vivendi offenbar aus Vizzavi, dem Joint Venture mit Vodafone, zurückziehen. Mit dem Verkauf seiner 50 Prozent Anteile könnte der US-amerikanisch-französische Konzern rund 150 Millionen Euro erlösen, schreibt das Wall Street Journal. Bei Vizzavi handelt es sich um ein internationales Multi Access Portal, über das Inhalte wie Filme und Musik vor allem für mobile Kunden angeboten werden. Seine volle Wirkung sollte es in der nächsten Mobilfunkgeneration UMTS entfalten.
Wie es in dem Bericht heißt, ist Vodafone an Vivendis Anteilen interessiert. Falls das Geschäft klappt, wolle sich der Mobilfunkriese langsam vom Namen Vizzavi lösen. In das Joint Venture investierten die beiden Unternehmen insgesamt rund eine Milliarde Euro. Im vergangenen Jahr brachte es einen Verlust in Höhe von 386 Millionen Euro. Auch in nächster Zukunft wird sich der Unterhalt des Portals wohl nicht lohnen, da Vodafone seinen UMTS-Start auf nächstes Jahr verschob. Die 150 Millionen Euro Erlös würden Vivendi nur wenig helfen. Der Konzern ist mit 35 Milliarden Euro verschuldet. (anw)