Liberty verhandelt angeblich mit Vivendi ĂĽber Teilfusion

Das US-amerikanische Medienunternehmen verhandelt laut einem Zeitungsbericht über eine mögliche Fusion eines Teils seiner Kabel-TV-Aktivitäten mit dem Unterhaltungsbereich von Vivendi Universal.

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Liberty Media verhandelt nach einem Zeitungsbericht über eine mögliche Fusion eines Teils seiner Kabel-TV-Aktivitäten mit dem Unterhaltungsbereich von Vivendi Universal. Dies würde eine Verselbstständigung der Vivendi-Unterhaltungssparte ermöglichen und Liberty einen großen Anteil an dem fusionierten Unternehmen geben, berichtet das Wall Street Journal und beruft sich dabei auf informierte Kreise.

Falls die Transaktion gelingt würde ein Riese in der Unterhaltungsbranche entstehen. Zu dem neuen Unternehmen würden die Universal Studios, die Universal Music Group sowie USA Networks gehören. Von Liberty kämen die Starz- und Encore-Kabelfernsehnetze sowie die Liberty-Beteiligung an der Discovery-Kanal- Muttergesellschaft Discovery Communications hinzu.

Der Verwaltungsratsvorsitzende des Film- und Fernsehgeschäfts bei Vivendi, Barry Diller, werde voraussichtlich Chef der neuen Gesellschaft, heißt es in dem Bericht weiter. Eine Schlüsselrolle bei Liberty käme zudem dem Kabelfernsehpionier und Liberty-Verwaltungsratsvorsitzenden John Malone zu, da Liberty zum Großaktionär würde.

Liberty ist bereits mit knapp vier Prozent Anteil einer der größten Vivendi-Einzelaktionäre. Das Unternehmen ist auch an USA Interactive beteiligt, der E-Commerce-Firma Dillers. Liberty-Manager hätten vorläufige Gespräche mit Diller über mögliche Restrukturierungsszenarien für das Vivendi- Unterhaltungsgeschäft geführt. Sollte das Geschäft realisiert werden, hätte Liberty erhebliche Anteile an drei konkurrierenden Medienfirmen Vivendi Universal Entertainment, News Corp. und AOL Time Warner.

Auf Vivendi lastet ein enormer Schuldenberg mit 35 Milliarden US-Dollar Höhe. Vorige Woche hat das Unternehmen angekündigt, Besitztümer im Wert von 10 Milliarden Euro verkaufen zu wollen. (anw)